| 00.00 Uhr

Mettmann
SPD will künftig eigenes Profil in den Vordergrund stellen

Mettmann: SPD will künftig eigenes Profil in den Vordergrund stellen
Florian Peters und Andrea Rottmann auf Fehlersuche. FOTO: DJ
Mettmann. Ob Florian Peters Konsequenzen zieht, ist offen.

Nach der Wahlschlappe bei der Bürgermeisterwahl versucht die SPD, nun Ursachenforschung zu betreiben. "Es sind Fehler passiert. Wir haben auf konservative und nicht auf typische SPD-Themen gesetzt. Dies hat sich negativ bei unseren Stammwählern ausgewirkt", sagte gestern SPD-Ortsvereinsvorsitzender Florian Peters. Ob er persönliche Konsequenzen aus dem sehr schlechten Ergebnis ziehen werde - er war Wahlmanager von Andrea Rottmann - ließ er noch offen. Er werde in den nächsten Tagen darüber nachdenken und dann zu einer Entscheidung kommen.

"Das Wahlergenis von 11,8 Prozent ist niederschmetternd. Dafür stehe ich ein", sagte Andrea Rottmann, die als Bürgermeisterkandidatin der SPD ins Rennen gegangen ist. Einen Rücktritt als Fraktionsvorsitzende im Mettmanner Rat schloss sie aus. Die SPD werde nicht in Aktionismus verfallen. "Wir müssen versuchen, eine vernünftige Oppositionspolitik zu machen und wieder wahrgenommen zu werden." Dies sei bislang nicht geschenen. So werde man sich an einer gemeinsamen Elternbefragung, wie es die CDU vorgeschlagen hatte, nicht beteiligen. Es gelte ein eigenes Profil zu entwickeln. Schon in den nächsten Tagen, so Peters, werde man beginnen, sich für die nächste Kommunalwahl in 2020 zu positionieren. Und: Die Fraktion muss wieder geschlossen auftreten.

Eine Wahlempfehlung für die Stichwahl werde die SPD nicht abgeben. "Jeder sollte frei entscheiden, wen er wählt", so Peters. Eine zukünftige Zusammenarbeit kann sich die SPD auch mit dem Ex-Genossen Thomas Dinkelmann vorstellen. "Wir orientieren uns auch bei einem Bürgermeister Thomas Dinkelmann an Sachthemen, eine Blockadepolitik wird es von uns nicht geben", sagt Florian Peters.

(cz)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mettmann: SPD will künftig eigenes Profil in den Vordergrund stellen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.