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Lokalsport
1. FC Wülfrath: Trainer Nikolic setzt auf die Rückrunde

Wülfrath. Der Fußball-Landesligist ist noch lange nicht so weit, wie er gerne wäre. Das liegt auch am dritten Umbruch in drei Jahren. Von Klaus Müller

Nach 13 Spieltagen eine Platzierung nahe der Abstiegsplätze. Das ist sicherlich nicht das, was sich die Verantwortlichen des Fußball-Landesligisten 1. FC Wülfrath vorgestellt haben. Vor der Saison waren sich Vorstand, Trainer-Team und Spieler alle einig - nicht mehr so eine Spielzeit wie in den vergangenen zwei Jahren. Da sicherten sich die Wülfrather jeweils erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt. "Wir sind die Dinos der Landesliga", sagte vor einiger Zeit FCW-Präsident Michael Massenberg nicht ohne Stolz. Damit spielte er darauf an, dass die Wülfrather seit der Fusion vor 40 Jahren noch nie tiefer als Landesliga gespielt haben.

Es ist und bleibt das Ziel der FCW-Verantwortlich, auch in den nächsten Jahren den Status des Landesligisten beizubehalten. Dies muss aber bedeuten, dass es gelingt, einen Kader zusammenzustellen, der über einen längeren Zeitraum beisammen bleibt. In den letzten Jahren gab es fast nach jeder Saison einen großen Umbruch. Dies führte dazu, dass gerade in der Hinrunde die Wülfrather ihre Zeit brauchten, um sich als Mannschaft zu finden. Der sich jährlich stark verändernde Kader - aber auch mehrere Trainerwechsel - führten dazu, dass die Zuschauerresonanz geringer wurde - man identifiziere sich nicht mehr mit. Immer weniger bekannte Gesichter, zu wenig Identifikation der Akteure mit dem Verein - das kritisieren die Zuschauer. Viele einst treue Fans ließen sich im Laufe der Zeit immer seltener am Erbacher Berg blicken.

Auch nach der letzten Saison kam es zu der mittlerweile üblichen Rotation des Kaders. "Das ist sicherlich ein Grund dafür, dass wir bisher einige Probleme hatten und im unteren Tabellenbereich stehen" sagt Zeljko Nikolic. Der FCW-Trainer macht keinen Hehl daraus, dass er nicht zufrieden sein kann: "Von diesem Kader habe ich mir deutlich mehr erhofft." Zugleich macht er deutlich, dass er der Auffassung sei, dass in dem Aufgebot genügend Potenzial stecke, um im gesicherten Tabellenmittelfeld zu stehen. Es ehrt Nkolic, dass er nicht der sich seit Saisonbeginn durchziehenden Verletztenmisere die schwache Tabellenplatzierung zuschreibt. "Mit Verletzten im Kader muss man als Trainer immer rechnen. Da ist es die Aufgabe des Übungsleiters, dafür zu sorgen, dass der Ausfall des Spielers kompensiert wird."

Den ehrgeizigen Coach, der im Januar dieses Jahres das Ruder beim FCW übernahm und den Klassenerhalt sicherte, ärgert es besonders, dass die Trainingsbeteiligung nicht so ist, wie er es von einem Landesligisten erwartet. "Woran das genau liegt, kann ich nicht beurteilen. Da müssen sich die Spieler an die eigene Nase packen und ihr Verhalten selbst einmal überdenken." Er selbst werde weiterhin seine Arbeit tun und mit aller Macht versuchen, dass der FCW wieder in die Spur kommt, so der 56-Jährige. "Wenn alle richtig dran ziehen und wichtige Spieler wie beispielsweise der zuletzt lange verletzte Torjäger Michael Günther wieder dabei sind, werden wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben", sagt er optimistisch. Zunächst wollen die Wülfrather aber erst einmal "bis zur Winterpause Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld halten", nennt er das vorrangige Ziel.

Quelle: RP
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