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Eishockey
14-Jährige geht für die Devils auf Torejagd

Benrath/Mettmann. Eishockey: Für Annika Kappel ist der morgige Samstag ein besonderer Tag. Endlich darf die Mettmannerin in einem Meisterschaftsspiel zum Einsatz kommen. Sie ist die Jüngste im Kader der in Benrath spielenden Devils. Von Helmut Senf

Für Annika Kappel ist der morgige Samstag ein ganz besonderer Tag. Sieben lange Jahre hat die 14-jährige Eishockey-Spielerin aus Mettmann auf genau diesen Tag gewartet. Endlich darf die Nachwuchs-Stürmerin der DSC Düsseldorfer Devils in einem Meisterschaftsspiel zum Einsatz kommen. Mit Sondergenehmigung und nach einem obligatorischen Gesundheits-Check, bei dem der Schülerin Leistungssporttauglichkeit attestiert wurde. Ihrem Punktspiel-Debüt im Team der Devils Ib am Samstag in der Frankfurter Eissporthalle am Bornheimer Hang fiebert Annika mit Herzklopfen entgegen. Um 12.15 Uhr beginnt die Bezirksliga-Partie gegen die dortigen Löwinnen. Im Kreis ihrer Mitspielerinnen will sie selbstverständlich ihr Bestes geben, und das bedeutet: Tore schießen.

Trainer Josef Pütz ist froh, dass die Schülerin des Mettmanner Heinrich-Heine-Gymnasiums nun als jüngste Spielerin den Frauen-Kader der Devils verstärkt. Sieben Jahre geduldigen Trainings sowie ein Einsatz lediglich bei Freundschaftsspielen sind jetzt Vergangenheit. Ihren ersehnten Einstieg in den Wettkampfbetrieb hatte Annika in der Saison 2015/16 um ein Haar verpasst. 15 Tage nur lag Annikas Geburtstag über dem Stichtag. So musste ihr Warten bis in die aktuelle Meisterschaftsrunde andauern.

"Ich wollte schon immer unbedingt spielen", erinnert sich die Neuntklässlerin mit Blick auf die lange Wartezeit. Schlittschuhlaufen hat sie schon im Alter von drei Jahren gelernt. Ihre Eltern nahmen sie mit aufs Eis an der Brehmstraße in Düsseldorf. Kurz nach ihrem siebten Geburtstag gab es ein Eishockey-Probetraining in Benrath bei den Devils. Papa Klaus, der selbst 20 Jahre bei den Düsseldorf Indians als Eishockeyspieler aktiv war, ist wohl schuld daran, dass Annika vom Eishockeyspielen nicht mehr lassen wollte.

Der zeitliche und finanzielle Aufwand für das Hobby auf Kufen ist groß. Eine Ausrüstung komplett mit Schläger, Helm und Schuhen kostet leicht 1000 Euro. "In Schweden haben wir im Urlaub die Ausrüstung aber günstiger eingekauft", verrät Klaus Kappel. Beim regelmäßigen Fahrdienst zum Training am Montag und am Mittwoch in der Benrather Eissporthalle und zu den Meisterschaftsspielen ist auch Mama Elke mit von der Partie. "Auswärtsspiele verbinden wir gern mit einem Kurz-Urlaub", erklären die Eltern. Da werden Freunde besucht oder es gibt gar einen Tag Verlängerung für eine Sight-Seeing-Tour.

Außer "Sport, Schule, schlafen" bleibt für Annika Kappel kaum Freizeit. Den beiden Wellensittichen Lilly und Felix widmet sich ohnehin die gesamte Familie. Annika tobt sich zudem gelegentlich beim Kickboxen im Jugendhaus in Mettmann aus. "Eigentlich bin ich ein ruhiger Mensch", sagt sie von sich. Den Sport benötige sie jedoch zum Ausgleich. Beim Training auf dem Eis machen ihr alle Übungen Spaß. "Spaß", so betont Papa Klaus, "gehört beim Sport unbedingt dazu." Sonst könne es keine Leistung geben. In dieser Hinsicht fühlt sich Annika bei den Devils gut aufgehoben. Und Spaß wird die junge Mettmannerin bei ihrem ersten Meisterschaftsspiel mit den Devils bestimmt haben.

Quelle: RP
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