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Duathlon
14. Mettmanner Duathlon ist ein Probelauf

Mettmann. Die neue Radstrecke führt am Sonntag quer durch die Stadt ins Neandertal. In Zukunft soll es wieder die NRW-Meisterschaft geben. Von Birgit Sicker

Der Mettmanner Duathlon hat Tradition. Bereits zum 14. Mal organisieren die Triandertaler den Wettkampf, der aus Laufen und Radfahren besteht. Irgendwie ist die diesjährige Auflage aber auch neu. Denn diesmal starten die Aktiven nicht auf dem Schulgelände an der Gruitener Straße, sondern auf der Anlage am Heinrich-Heine-Gymnasium an der Hasselbeck Straße. "Für die Sportler ist das super", findet Sandra Pietschmann. "Erstmals können sie beim Start und der Zieleinkunft Stadion-Atmosphäre genießen", erklärt die Geschäftsführerin von Mettmann-Sport. Einen Nachteil nennt sie aber auch: "Die Veränderung des Standorts ist weniger gut für den Anschluss ans Neandertal." Statt recht zügig in die Landschaft abzubiegen, müssen die Duathleten jetzt erst einmal vom Heinrich-Heine-Gymnasium aus quer durch die Stadt radeln. Die Zahl der Ampelanlagen, die sie auf der neuen Streckenführung passieren, spricht für sich. "Vorher waren es dreieinhalb, jetzt sind es 19", berichtet Pietschmann lachend. Das ist für die Organisatoren eine logistische Herausforderung. "Wir brauchen mehr Helfer und mehr Absperrungen", erläutert Pietschmann. Doch sie betont auch: "Die Strecke durch die Stadt ist sehr attraktiv." Die Sportler passieren die Hasselbeck Straße, Nordstraße, Jubiläumsplatz, Breite Straße und Talstraße. Sobald der letzte Radler über die Talstraße ins Neandertal entschwunden ist, sollen die Straßensperren wieder aufgehoben werden, um Autofahrer und Fußgänger in Mettmann nicht unnötig auszubremsen. Übrigens auch der wesentliche Grund, weshalb der Ausrichter die ursprünglich geplante Langdistanz-Variante aus dem Programm strich - dann hätte die Sperrung einige Stunden angedauert.

60 Helfer stehen bis jetzt parat, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten. 20 bis 30 weitere sucht ME-Sport aber in den nächsten Tagen noch, denn Sicherheit hat bei der Veranstaltung höchste Priorität. Deswegen dürfen die Triandertaler übrigens nicht für den Wettbewerb melden, sondern packen selbst mit an.

370 Sportler schrieben sich bislang für die 14. Auflage ein. Es sind nicht mehr ganz so viele wie noch vor ein paar Jahren. Das liegt aber weniger an der sportlichen Attraktivität, sondern vielmehr an der Standortdiskussion. "Die hat uns vor zwei Jahren überrannt", gesteht Pietschmann. Die Unsicherheit, ob es den Mettmanner Wettbewerb überhaupt noch gibt und wo er startet, hatte Folgen. "Die meisten Duathleten sind auch Triathleten und nicht nur Hobbysportler, sondern sehr viele sind semi-professionell unterwegs, planen ihre Saison weit im Vorfeld. Die gehen dann lieber zu alternativen Veranstaltungen", erläutert Pietschmann.

Erst seit kurzem steht fest, dass ab sofort die Anlage am Heinrich-Heine-Gymnasium Dreh- und Angelpunkt des Wettkampfs ist. Die 14. Auflage gilt jetzt praktisch als Probelauf für Organisatoren und Sportler. Max Köhler ist auf jeden Fall wieder mit von der Partie. Im vergangenen Jahr belegte der Aktive der Hildener AT im Männer-Feld den zweiten Platz. Was reizt ihn am Mettmanner Duathlon? "Der ist einfach Kult und liegt um die Ecke", sagt er mit einem Lachen. Und ergänzt: "Es war damals der erste Duathlon, den ich gemacht habe." Weitere Teilnahmen folgten. Der 26Jährige nennt als größte Herausforderung den "hammerharten Berg auf der Radstrecke". Als "Heartbreakhill" bezeichnet der Veranstalter jenes Teilstück, das kurz vor Erkrath von der Stindermühle die Metzkausener Straße hinauf führt. Wie viel Prozent Steigung es hat, weiß Köhler nicht. Aber er stellt fest: "Das tut oben raus verdammt weh."

Ab dem nächsten Jahr hofft Sandra Pietschmann wieder auf höhere Teilnehmerzahlen. Zumal der Mettmanner Duathlon mit seinem Termin kurz nach den Osterferien als ideale Einstimmung auf die Saison gilt. Und auf Dauer soll die Veranstaltung auch wieder als NRWMeisterschaft zählen. "Wir hoffen, dass wir in drei bis vier Jahren sogar die Deutsche Meisterschaft austragen können", sagt Pietschmann. "Am alten Standort waren wir kurz davor, aber dann startete die Diskussion", plaudert sie aus dem Nähkästchen. Auch der Verband liebt eben gewachsene und bewährte Strukturen.

Quelle: RP
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