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Lokalsport
Absteiger Wülfrath richtet Blick nach vorne

Wülfrath. Der bisherige Fußball-Landesligist will in der nächsten Saison in der Bezirksliga auf jeden Fall ganz weit oben mitmischen. Von Klaus Müller

Nach dem Abstieg aus der Fußball-Landesliga halten sich die Verantwortlichen des 1. FC Wülfrath nicht lange mit Nachbetrachtungen auf. Sie richten den Blick lieber nach vorn. "Es bleibt uns doch gar nichts anderes übrig. Wir müssen sehen, dass wir uns schnell umorientieren und eine Mannschaft aufbauen, die in der Bezirksliga im Aufstiegsrennen ein gewichtiges Wort mitredet", betont der Sportliche Leiter Joachim Dünn. Gleichzeitig macht er deutlich, dass der Abstieg auf jeden Fall einen Einschnitt mit sich brachte. "Es war aber kein Schock für uns, da wir uns längere Zeit mit diesem Gedanken befassen konnten. Bis zwei Spieltage vor Saisonschluss war unser Abstieg bereits besiegelt, ehe plötzlich wieder mehr als ein Fünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt auf uns zukam", sagt Dünn.

Als Interims-Coach hatte er einen großen Anteil daran, dass es überhaupt so weit kam - denn fünf Spieltage vor Schluss legte sein Team eine Serie von fünf Siegen hin. Dass es dann nicht zur Relegation reichte, lag daran, dass der punktgleiche FC Remscheid über das etwas bessere Torverhältnis verfügte. Remscheid wird allerdings in der kommenden Spielzeit ebenfalls der Bezirksliga angehören, da die Mannschaft in der Relegation scheiterte. "Ich glaube, dass wir da besser ausgesehen hätten. Nach der Siegesserie wären wir mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Spiele gegangen", glaubt Dünn.

Für den Sportlichen Leiter und den 1. Vorsitzenden Michael Massenberg gab es in den vergangenen Tagen und Wochen viel Arbeit, da sie den Kader für die kommende Saison zusammenstellen mussten. "Unser Ziel war es, wichtige Spieler des Kaders zu halten, sowie einige charakterlich und spielerisch passende Neuzugänge zu verpflichten. Wenn auch die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen ist, bin ich der Auffassung, dass wir die Zielvorgabe gut umgesetzt haben", meint Dünn.

Außenverteidiger Markus Fürguth kehrt vom Landesligisten SSVg Heiligenhaus zum Erbacher Berg zurück. In Christos Karakitsos kommt ein erfahrener und torgefährlicher Stürmer (ebenfalls SSVg Heiligenhaus) nach Wülfrath. Adem Cakat ist ebenfalls ein Torjäger, der bisher für den Bezirksligisten TVD Velbert aktiv war. In Marc Morsbach vom Bezirksligisten Union Velbert kommt ein weiterer Stürmer, während Marcel Schlupkothen aus der U 23 der SSVg Velbert ein talentierter Abwehrspieler ist.

Im 19-Jährigen Adis Ajro vom Bezirksligisten SC Velbert holte Wülfrath einen weiterer jungen Mann. Darüber hinaus stehen zwei neue Torhüter fest: Davor Ivosevic (19) stand zuletzt im Kader des Oberligisten SW Essen. Daniel Krause (TVD Velbert, zuvor beim Wülfrather Lokalrivalen TSV Einigkeit Dornap) ist mit 35 Jahren ein erfahrener Keeper. Die beiden bilden mit dem bisherigen Schlussmann Justin Knackmuß das Torwarttrio."

Sebastian Herweg, die frühere Nummer 1 und ehemaliger Oberliga-Keeper, verlässt den Verein in Richtung TVD Velbert. In Michael Günther und Denis Levering zieht es zwei Wülfrather zum ebenfalls aus der Landesliga abgestiegenen TSV Ronsdorf. Yasin Sahin geht zu Hilal Maroc Bergheim, dem Aufsteiger in die Mittelrhein-Oberliga. Ivan Simic spielt künftig für den Landesligisten SSVg. Heiligenhaus. Abdelkarim Ilfrassen (TVD Velbert) und Daniel Gordzielik (GW Wuppertal) kehren Wülfrath ebenfalls den Rücken. "Trotz der vielen Abgänge bin ich der Auffassung, dass wir in der kommenden Saison einen starken Kader haben werden. Immerhin stehen uns unter anderem in Engin Kizilaslan, Martin Haschke, Florian Gehse, Wilfried Taki, Hakan Sagmak und Julian Guxha bisherige Leistungsträger weiter zur Verfügung", sagt Joachim Dünn. Der Blick der Wülfrather geht eben nach vorne.

Quelle: RP
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