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Handball
Angeschlagene Unitas muss Kraftakt leisten

Djk. Eine Erkältungswelle und andere Wehwehchen machen in dieser Woche dem Schlusslicht der Handball-Oberliga zu schaffen. Von Birgit Sicker

Unitas Haan - Bergischer HC. In diesen Tagen blicken die Verantwortlichen der Unitas wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Der wesentliche Grund: Die Halle an der Adlerstraße, die in den vergangenen Monaten als Erstaufnahmelager für Flüchtlinge fungierte, scheint tatsächlich ab Anfang März den Sportlern wieder zur Verfügung zu stehen. Wenn alles weiter nach Plan läuft, können die Haaner Handballer damit die letzten drei Partien vor eigenem Publikum wieder in der gewohnten Heimstätte austragen - Harznutzung inclusive. Denn das aktuell im Training und beim Spiel oft nicht erlaubte Haftmittel ist ein Grund, weshalb es bei der Mannschaft von Ronny Lasch seit Oktober nicht mehr richtig läuft. Wie problematisch ein Verbot der Harznutzung ist, zeigte sich Ende Januar in der Partie gegen die HSG Bergische Panther, als die Unitas erstmals in der Stadtwerke Hilden Arena spielte und beide Kontrahenten selbst ohne die pflegeleichtere Variante Kunstharz auskommen mussten. Entsprechend hoch war die Fehlerquote auf beiden Seiten. Letztlich setzte sich aber auch hier die Qualität des Oberliga-Zweiten Bergische Panther durch.

Die Haaner dagegen holten in den letzten acht Meisterschaftsbegegnungen lediglich einen Punkt, halten deshalb die rote Laterne fest in ihren Händen. Zuletzt verpasste es das Lasch-Team in Essen, die Negativserie endlich zu durchbrechen. Zwischenzeitlich lagen die Unitas-Handballer gegen die TuSEM-Reserve mit sieben Toren zurück, bekamen vor allem einen starken AJunioren der Gastgeber nicht in den Griff. Nach der Umstellung von einer 6:0-Deckung auf eine 5:1-Abwehr lief es aber besser. Fünf Minuten vor dem Abpfiff schlossen die Haaner bis auf einen Treffer auf. "Da habe ich gedacht, dass wir das Spiel noch gewinnen", berichtete Martin Blau. Doch der Unitas-Vorsitzende musste mit ansehen, wie sich die Mannschaft von Ronny Lasch selbst um die Früchte des Erfolgs brachte. Eine Zeitstrafe läutete das Ende ein. "Das kann man pfeifen", kommentierte Blau die Aktion. Der Haaner Spieler sah das allerdings anders - und kassierte eine weitere Zwei-Minuten-Strafe wegen Meckerns. Und weil von der Bank auch noch ein Kommentar gegen die Schiedsrichter kam, folgte die dritte Zeitstrafe auf dem Fuß. In einer 4:6-Unterzahl konnten die Unitas-Handballer in der Schlussphase nicht mehr entscheidend dagegenhalten. Damit war es für die Essener ein Leichtes, den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

Ob der Unitas ausgerechnet heute Abend (19 Uhr) in der Hildener Stadtwerke Arena die Wende gelingt? Zweifel scheinen angebracht, auch wenn der Bergische HC durchaus ein Gegner auf Augenhöhe ist. Doch die Haaner Mannschaft ist angeschlagen - nicht nur moralisch, sondern auch körperlich. Ronny Lasch ist ebenso grippekrank wie einige Spieler. "Wir müssen abwarten, wie viele Leute fit sind", sagt der Trainer. Zugleich muss er die zweite Mannschaft im Blick haben. Die steht in der Landesliga an der Tabellenspitze und soll mit aller Macht den Aufstieg in die Verbandsliga realisieren. Weil in den nächsten Partien jedoch nicht alle Akteure zur Verfügung stehen, sollen einige Handballer aus der Erstvertretung in der Reserve aushelfen. Das Team von Christian Schmahl empfängt übrigens heute um 17 Uhr das Landesliga-Schlusslicht Ohligser TV.

Quelle: RP
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