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Handball
Auf dem Sprung in die Oberliga

Mettmann. Die Handballer von Mettmann-Sport zeigen jetzt auch der Reserve der SG Langenfeld die Grenzen auf. Mit dem klaren Sieg verteidigt die Mannschaft von Jürgen Tiedermann den Verbandsliga-Gipfel. Von Erdinc Özcan-Schulz

Mettmann-Sport - SG Langenfeld II 34:26 (16:16). Der Verbandsliga-Spitzenreiter ME-Sport lässt Worten auch Taten folgen und fokussiert sich im Saisonfinale auf die Meisterschaft. Auch von der Langenfelder Reserve ließen sich die Mettmanner Handballer nicht aufhalten und verteidigten ihren Platz an der Sonne. Im wieder einmal vollen Herrenhaus zeigten auch die Zuschauer, dass sie schon oberligareif sind. Noch Minuten nach dem deutlichen Sieg feierten sie ihre Mannschaft, als wenn sie schon Meister wäre.

Dass der Erfolg mit neun Toren Unterschied zugunsten der Hausherren ausfallen würde, hatte in der Pause allerdings kaum einer gedacht. "Die wehren sich ja, als wenn sie selbst oben mitspielen. Hoffentlich geht das heute gut", sagte Mark Obermüller, der noch die Niederlage des Tabellenführers vor Augen hatte. Tatsächlich sahen sich diejenigen getäuscht, die glaubten, dass die Langenfelder aufgrund der Aufstiegsfeier ihrer ersten Herrenmannschaft nur mit einer Rumpftruppe anreisen würden. Die SGL reiste zwar nur mit acht Akteuren an, doch darunter waren mit Tobias Kolletzko und Frederick König starke Spieler, die zusammen die meisten Treffer ihres Teams markierten.

Abschütteln konnten die Mettmanner die Gäste, die mit einer Art 3:3-Deckung aufwartenden, zu keiner Zeit. Immer wenn sich MESport etwas Luft wie beim 10:7 (16.) und 14:11 (26.) verschaffte, wusste die SGL-Zweite wieder den Anschluss zu erzielen. So ging es mit einem 16:16-Unentschieden in die Pause. Doch nach dem Wiederanpfiff ließ Tiedermann seine Mannschaft weiter das Tempo hoch halten. Auch die defensive 6:0Deckung, in der im ersten Durchgang das Fehlen von Andre Loschinski deutlich zu spüren war, agierte jetzt besser und ließ kaum was zu. Mit schnellem Umschaltspiel nach Ballgewinnen bekam ME-Sport die Langenfelder Truppe immer besser in den Griff. So wuchs der Vorsprung schnell von 19:18 (34.) auf 24:18. "Die Jungs haben gegen einen guten Gegner nie nachgegeben und sind bis zum Schluss gerannt", lobte Tiedermann sein Team.

Besonders Marvin Mohrmann und Christian Kruse sowie Thomas Mandlik wussten mit ihrer Laufarbeit zu gefallen, die auch das etwas zu hoch ausgefallene Ergebnis rechtfertigte. Nach dem Abpfiff erkundigte sich Bastian Munkel schnell nach dem Ausgang der Remscheider Begegnung in Wülfrath. "Jetzt wollen wir auch Meister werden. Alles andere wäre sehr doof", ließ ihn auch die Tatsache, dass er mit den Mettmannern nach dem Punktverlust von Lintorf im schlechtesten Fall den dritten Platz belegt, kalt. Die Mettmanner Mannschaft ist halt auf die Meisterschaft fokussiert.

Quelle: RP
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