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Basketball
Beim TuS läuft's nicht mehr

Mettmann. Die Hildener Basketballer verlieren in der 2. Regionalliga überraschend das Rückspiel gegen die RheinStars Köln II und stecken wieder im Abstiegskampf. Von Birgit Sicker

TuS Hilden - RheinStars Köln II 51:76 (24:44). Eine deftige und zugleich bittere Abfuhr handelten sich die Basketballer des TuS im Duell gegen den Tabellennachbarn ein. Dabei hatte Cem Karal im Vorfeld immer wieder auf die Bedeutung des Duells hingewiesen. Vergeblich. "Nach dieser Niederlage sind wir mittendrin im Abstiegskampf", stellte der Spielertrainer fest. Und dem 37-Jährigen war deutlich anzusehen, wie angefressen er nach der einseitigen Partie war. "Das war das Allerschlechteste, was ich bislang in Hilden gesehen habe", erklärte er. Denn seine Mannschaft vermochte in keiner Phase der Begegnung wirklich zu überzeugen. Es fehlte einfach an Kampfgeist und Leidenschaft. Vor allem in der Abwehr machte sich das negativ bemerkbar. Immer wieder standen die Kölner unter dem Korb ganz frei und hatten keine Mühe, den Ball im Netz unterzubringen. Dazu kam die schlechte Trefferquote im Angriff - auch eine Folge des leblosen Auftritts der Gastgeber, die es versäumten, über den Kampf ins Spiel zu finden.

Bereits im ersten Viertel ahnten die Zuschauer in der Stadtwerke Arena das Ungemach. 0:4 lagen die Hildener zurück, ehe Cem Karal mit dem ersten Korberfolg auf 2:4 (2.) verkürzte. Den Bann brach der Spielertrainer damit nicht. Im Gegenteil: Als sich Ahmed Kaichouhi in der Vorwärtsbewegung verdribbelte, verwerteten die Kölner den Ballgewinn per Schnellangriff zur 12:4-Führung (5.) - und Karal nahm seine erste Auszeit.

Seine Worte fanden offenbar kaum Gehör, denn auch in der Folge ließ die Defensive des TuS 96 die nötige Konzentration vermissen. Dazu bekam sie Christian Fröhlingsdorf nicht in den Griff. Der Center der RheinStars bestimmte eindeutig das Geschehen direkt unter dem Korb, avancierte am Ende mit 17 Zählern zum besten Werfer seines Teams. Eine höhere Ausbeute verpasste er nur, weil er sich gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit das dritte Foul leistete und deshalb vom Kölner Coach Platon Papadopoulos für längere Zeit auf die Bank beordert wurde.

Mit zwei Freiwürfen traf Adam Mekki zum 10:16 (7.). Durch einen 9:0-Lauf zogen die Gäste danach vorentscheidend auf 25:10 (9.) davon. Der Hildener Widerstand hielt sich dabei in Grenzen. Aufgrund der katastrophalen Defensivarbeit betrug der Rückstand Ende des ersten Viertels schon 15 Punkte (12:27). Im zweiten Abschnitt konnten es sich die Kölner daher leisten, einen Gang herunterzuschalten. Und trotzdem bauten sie ihren Vorsprung zur Pause auf 20 Zähler aus.

Das dritte Viertel gestalteten die Hildener zwar ausgeglichen, doch das lag eher daran, dass Gäste-Coach Papadopoulos nun munter durchwechselte. Trotzdem gingen die Kölner mit einer 60:40Führung in den Schlussabschnitt - und zeigten den TuS-Basketballern noch einmal deutlich die Grenzen auf. "Wenn man in der Offensive nicht als Team agiert und sich in der Defensive keine Mühe gibt, dann muss man mit einer Katastrophe leben", analysierte Cem Karal nüchtern. Dabei brodelte es aber mächtig im Hildener Coach - die nächsten Übungseinheiten werden für seine Truppe sicherlich kein Zuckerschlecken.

Quelle: RP
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