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Duathlon
Berg fordert die Radler

Mettmann. Rund 350 Sportler starten beim 14. Mettmanner Duathlon. Die anspruchsvollste Stelle des Wettbewerbs ist der "Heartbreakhill". Von Nicole Kuska

In auffälligen Warnwesten sichert Wolfgang Busch, Mitglied von ME-Sport, gemeinsam mit anderen Vereinsmitgliedern die Straße für einen reibungslosen Ablauf des Mettmanner Duathlons: "Die Straße, die hier zum 'Heartbreakhill' führt, ist abgesperrt, damit die Radfahrer gefahrlos fahren können", erklärt er. Mit dem "Heartbreakhill" ist das Herzstück des Duathlons gemeint. Auf der Radstrecke, die kurz vor Erkrath von der Stindermühle die Metzkausener Straße hinauf führt, befindet sich ein Berg mit einer 15 Prozent hohen Steigung. "Der Berg ist mit Abstand die anstrengendste Stelle des ganzen Duathlons", betont Busch. Noch vor vier Jahren habe er selbst an dem Duathlon teilgenommen und musste an dem "Heartbreakhill" vor Erschöpfung vom Fahrrad absteigen. Schließlich fährt ein Auto mit einer Zeittafel auf dem Dach zur Zeitmessung den Berg hoch. Hinter dem Auto werden vereinzelt die ersten Radfahrer sichtbar.

Am Sonntag haben die Triandertaler von Mettmann-Sport den Duathlon veranstaltet, der aus den Disziplinen Laufen und Radfahren besteht. Gestartet und ins Ziel gekommen sind die Sportler dieses Jahr nicht wie sonst auf dem Gelände an der Gruitener Straße, sondern auf der Sportanlage am Heinrich-Heine-Gymnasium an der Hasselbeck Straße. "Dieses Jahr ist fast alles anders. Nicht nur der Start- und Zielort, sondern auch eine neue Radstrecke und Laufstrecke", erläutert Mitorganisator Wolfgang Stolte. Die Laufstrecke verlief durch das Wohngebiet Mettmann-Süd und angrenzende Wirtschaftswege. Teilweise war die Radstrecke nicht abgesperrt und führte durch die Stadt und durch das Neandertal.

Mühevoll strampeln die Radfahrer den Heartbreakhill, der auf der 24 Kilometer langen Radstrecke liegt, hoch. Einige nehmen viel Schwung und fahren auf der geraden Straße in den Gegenverkehr, um auf den Heartbreakhill abzubiegen und die scharfe Kurve besser bewältigen zu können. Die Helfer mit den Warnwesten sichern mit Hilfe von roten Flaggen die Straße und leiten die Autofahrer um, damit die Radfahrer freie Bahn haben: "Manchmal haben wir hier wenig verständnisvolle Autofahrer, die sich aufregen" erzählt Wolfgang Busch.

Viele der Radfahrer atmen schwer und treten mit aller Kraft in die Pedale. "Scheiße", ruft eine Fahrradfahrerin plötzlich und steigt von ihrem Drahtesel ab. Gekonnt repariert sie die herausgesprungene Kette am Fahrrad und fährt weiter. Ein anderer Radfahrer mit der Teilnehmernummer 365 bremst so stark ab, dass die Reifen quietschen, als er um die Kurve fährt. An einer besonders anstrengenden S-Kurve des Bergs stehen vier Mitglieder aus dem Verein RV Edelweiß und feuern die Radfahrer an. "Beim letzten Mal gab es hier noch mehr Zuschauer, deshalb sind wir etwas irritiert, dass wir hier fast alleine sind", erklärt Jugendwartin Ulrike Kersten vom RVE.

Für den Duathlon-Teilnehmer Dieter Kutzner ist der Heartbreakhill keine große Herausforderung: "Das ist zwar der steilste Berg in der Nähe, aber ich wohne hier und deshalb ist der nichts Neues für mich. Wenn man den Berg kennt, dann macht es auch Spaß, da hochzufahren", erklärt Kutzner. Er macht bereits zum vierten Mal bei dem Duathlon mit und würde sich weniger Ärger mit den Autofahrern wünschen: "Eigentlich sollte man die gesamte Strecke sperren. Denn die Autofahrer drehen mitten auf der Strecke um und das führt zu einem Rückstau."

Als "harten Brocken" bezeichnet Teilnehmer Christian Milde vom RVE Edelweiß den Heartbreakhill: "Der Berg zieht sich wirklich. Aber ich bin mit meiner Leistung zufrieden." Fabian Kersten, ebenfalls vom RVE Edelweiß, kannte den Heartbreakhill schon vorher: "Ich habe darauf geachtet, dass ich mich am Anfang nicht zu sehr verausgabe. Der Berg war aber definitiv die größte Herausforderung, denn ich habe hinterher Wadenkrämpfe bekommen."

Quelle: RP
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