| 00.00 Uhr

Lokalsport
Das sagen Ratingens Sport-Macher über die Tour

Lokalsport: Das sagen Ratingens Sport-Macher über die Tour
Heinz Schneider (l.) schaute zusammen mit den Nachfolgern im 04/19-Präsidium Jens Stieghorst (2.v.r.) und Michael Schneider (3.v.r.) die Tour. FOTO: Blazy
Ratingen. Das größte Radrennen der Welt macht Halt in der Region - und jeder will dabei sein. Das sagten die Ratinger Sport-Funktionäre. Von André Schahidi

Das größte Radrennen der Welt macht Station in Düsseldorf - und ein kleiner Zipfel der Tour, ein paar kurze Minuten, führte die Radprofis durch die Ratinger Innenstadt. Tausende Zuschauer standen am Wegrand und haben sich das Radspektakel angeschaut. Dabei waren unter anderem auch die Macher der drei sportlichen "Aushängeschilder" der Stadt. Wie fanden sie die Tour?

Kay Adam, der Vorsitzende der Ratinger Ice Aliens, verließ Ratingen für das Rennen und machte sich auf den Weg nach Erkrath. Dort schaute er sich das Spektakel gemeinsam mit Hannes Ringel vom Rotaryclub Neandertal an. Ringel ist Architekt und baute unter anderem den ISS Dome in Düsseldorf. Adams Mitstreiter waren teilweise stilecht in Rad-Trikots gekleidet. "Ich fand es unheimlich spannend und beeindruckend zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit und Dynamik sie fahren", sagte Adam. "Ich hatte richtig Gänsehaut. Und die Stimmung an der Strecke im Neandertal war großartig."

Jens Stieghorst, Michael Schneider und Heinz Schneider von Ratingen 04/19 schauten sich das Spektakel am Stadttheater an. Der Licht-Installation konnte das Trio relativ wenig abgewinnen, dem Rennen dafür um so mehr. "Ich war von Tag eins begeistert davon, die Tour nach Ratingen zu holen", betonte Stieghorst. "Das sind Events, mit denen man auch als kleine Stadt wie Ratingen mal einen richtigen Sprung machen kann. Die Einbindung des Stadtfestes war großartig - das sieht man auch an der Resonanz, die Menge an Zuschauern war großartig."

Es tummelten sich noch einige mehr am Stadttheater. Bastian Schlierkamp war mit seiner Familie erst gestern aus dem Urlaub gekommen. Doch einen Besuch bei der Tour ließ sich der Geschäftsführer der SG Ratingen nicht nehmen. "Ich war als Kind schon in Frankreich bei der Tour. Das hat mich damals schon total begeistert. Es ist super, wie Stadt und Wirtschaft die Tour in Ratingen angenommen haben", betont Schlierkamp, allerdings mit einem leichten kritischen Unterton. "An der Tour hat man ja gesehen, dass man sportlich auch etwas in der Stadt bewegen kann", sagte er. "Es wäre jetzt schön, wenn Politik und Bürger das auch mal für die Sportler hinkriegen würden, die Woche für Woche für Ratingen spielen."

Ein früherer Tennis-Profi war sich selber nicht zu schade, beim Bierstand auch mal selbst Hand anzulegen. Karsten Braasch, einst Nummer 36 der Welt, half kurzerhand beim Nachschub des kühlen Getränks aus, das an den Ständen des Stadttheaters in rauen Mengen ausgeschüttet wurde. "Das ist doch ein toller Tag heute", sagte Braasch. "Zuerst die Tour. Und das Stadtfest sorgt dafür, dass die Leute nicht sofort nach Hause gehen müssen. Das ist super organisiert."

So zeigte sich: Eine Großveranstaltung wie die Tour lohnt sich auch für die lokalen Sportler. Und sei es nur, damit alle - gemeinsam mit den restlichen Ratingern - einen tollen Tag mit dem größten Radrennen der Welt hatten.

Denn wiederkommen, das steht fest, wird die Tour de France so schnell nicht mehr nach Ratingen und in die Region.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Das sagen Ratingens Sport-Macher über die Tour


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.