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Lokalsport
Der 1. FC Wülfrath ist vorsichtig geworden

Wülfrath. In der vergangenen Saison sicherte sich der mit höheren Zielen angetretene Fußball-Landesligist erst auf den letzten Drücker den Klassenerhalt. Jetzt wird der Kader umgebaut. Der neue Plan: "Wir wollen besser abschneiden als zuletzt." Von Klaus Müller

Erst am letzten Spieltag der kürzlich beendeten Saison sicherte sich der Fußball-Landesligist 1. FC Wülfrath den Klassenerhalt und schloss die Serie dann als Tabellenneunter ab. Angesichts des vorher ausgegebenen Ziels "oben mitspielen" war das Abschneiden arg enttäuschend. Der Vorsitzende Michael Massenberg zeigt sich deshalb zurückhaltend, was die Formulierung eines Ziels für die am 16. August beginnende Saison 2015/2016 angeht. "Wir wollen besser abschneiden als in der vergangenen Spielzeit, "wir sollten erst einmal abwarten, wie die Spieler des neuen Kaders zusammenpassen. Nach der intensiven Vorbereitungsphase, die am 7. Juli beginnt, kann man sich dann schon eher ein Bild über die Leistungsstärke der Mannschaft machen."

Es gab - wie bereits in den vergangenen Jahren - wieder viele personelle Wechsel. "Trainer Zeljko Nikolic und ich waren uns darüber einig, dass es Veränderungen geben muss. Bei der Zusammenstellung war es für uns wichtig, dass die Neuzugänge nicht nur über gutes spielerisches Niveau verfügen, sondern vor allem charakterlich passen. Gerade in diesem wichtigen Punkt hatten wir in der vergangenen Spielzeit einige Probleme - was sich negativ auf das Leistungsvermögen des Teams auswirkte", betont Massenberg.

In Abwehrspieler Manuel Fischer sowie den Stürmern Michael Günther und Rodrigue Deadwood kommen gleich drei Spieler des Ligakonkurrenten FC Remscheid an den Erbacher Berg. Die drei haben früher unter Wülfraths Coach Zeljko Nikolic in Remscheid trainiert. Ebenfalls neu und mit Landesliga-Erfahrung ausgestattet sind Mittelfeldspieler Thomas Nawrath (SC Velbert), Stürmer Denis Levering (SV Union Velbert), Stürmer Bartosch Siedlarski (SV Uedesheim), Abwehrspieler Marco Andro (SC Cronenberg) und Daniel Gordzielik (Grün-Weiß Wuppertal). "Ich hatte in den letzten Tagen richtig Stress, um die Leute zu verpflichten", erklärt Massenberg.

Bei den Abgängen fällt besonders der Wechsel von Torjäger Serkan Hacisalihoglu auf (14 Treffer für Wülfrath), der mit seinem Ex-Verein Remscheid in Verbindung gebracht wird. Kapitän Sebastian Saufhaus beendet seine Karriere. Der A-Lizenz-Inhaber wird Trainer beim Landesligisten Düsseldorf SC 99. Auch Kaan Kursun (SC Velbert), Patrick Fryziel (FSV Vohwinkel), Markus Fürguth (SSVg Heligenhaus) sowie Samuel Heuer, Wilfried Taki, Tayfun Uzunlar und Jean-Claude Nanivie (alle Ziel unbekannt) gehen. "Wir haben derzeit einen 17er-Kader. Der soll noch um drei, vier neue Spieler ergänzt werden", sagt Massenberg, der weitere Neue verspricht: "Es wäre schön, wenn diese Fußballer aus dem Kreisgebiet oder dem Wuppertaler Raum kämen."

Der Vereins-Chef weist zudem darauf hin, dass die Wülfrather in Zukunft wieder auf Naturrasen im Rheinkalkstadion spielen werden. "Dass wir zuletzt auf dem Kunstrasenplatz gespielt haben, war der Ursache geschuldet, dass der Naturrasen kaum bespielbar war. Dies wird sich in Kürze ändern, weil der Naturrasen runderneuert wird."

Quelle: RP
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