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Duathlon
"Der Duathlon ist ein Trockentriathlon"

Duathlon: "Der Duathlon ist ein Trockentriathlon"
Im vergangenen Jahr moderierte Gisela Reuschenbach (rechts) gemeinsam mit ihrem Ehemann Artur Menzler den Mettmanner Duathlon. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Früher absolvierte sie den Ironman in Roth, jetzt moderiert sie den Mettmanner Duathlon mit Laufen und Radfahren, aber ohne Schwimmen.

Mettmann Am Sonntag, 15. April, steigt der 16. Mettmanner Duathlon um den Gottfried-Schultz-Pokal. Der erste Startschuss ist um 9.30 Uhr. Erwartet werden rund 500 Teilnehmer, die in der Einzelkonkurrenz oder in der Staffel starten. Gisela Reuschenbach, die seit Jahren den Duathlon als Mitorganisatorin und Moderatorin begleitet, erwartet spannende Wettkämpfe und hofft auf viele Zuschauer.

Ist der Duathlon nur die kleinere Ausgabe des Triathlons oder hat der Duathlon eigene Merkmale?

GISELA REUSCHENBACH Sicherlich besteht eine Verwandtschaft mit dem Triathlon, doch hat der Duathlon seine eigenen Reize und wird auch von vielen Triathleten gern genutzt. Der entscheidende Unterschied zum Triathlon ist halt der Wegfall der Schwimmdisziplin. Daher hat der Duathlon mit den Disziplinen Laufen und Radfahren aber den Vorteil, dass er auch im Frühjahr und Herbst bei kühleren Temperaturen durchgeführt werden kann. Früher nannten wir den Duathlon übrigens "Trockentriathlon" (sie lacht).

Hat der Mettmanner Duathlon in den Fachkreisen einen guten Ruf und verfügt das Teilnehmerfeld über Qualität?

REUSCHENBACH Das kann ich beides uneingeschränkt bejahen. Unser Duathlon ist auch in der Triathlon-Szene sehr geschätzt und beliebt, weil er Mitte April stattfindet und damit am Anfang der Saison. Daher wird er gern zur Saisonvorbereitung genutzt und dient zur Umstellung vom Trainingslager, das gern im sonnigen Mallorca durchgeführt wird, zu den klimatischen Bedingungen hier in Deutschland. Im Teilnehmerfeld haben wir oft Hochkaräter, die national und international eine gute Rolle im Duathlon oder Triathlon spielen. Leider ist in diesem Jahr unsere Europameisterin in der Sprintdisziplin, Franziska Scheffler, verletzungsbedingt nicht dabei. Sie hat in den vergangenen Jahren den Mettmann-Duathlon dominiert und kommt übrigens aus der Nachbarstadt Hilden. Grundsätzlich ist bei unserem Duathlon sowohl der Spitzen- als auch der Breitensport vertreten. Die Teilnehmer kommen aus ganz NRW und den angrenzenden Ländern.

Ist die Streckenführung anspruchsvoll? Müssen sich die Teilnehmer quälen?

REUSCHENBACH Der Mettmann-Duathlon hat es schon in sich. Das liegt insbesondere an der Topographie Mettmanns. Es gibt einige Steigungen, die von den Teilnehmern eine Menge abverlangen. Unangenehm wird es sicherlich, wenn es am Ende der Radstrecke von der Mettmanner Innenstadt zum Start- und Zielbereich am Heinrich-Heine-Gymnasium in Metzkausen zunächst die langgezogene Nordstraße und dann die letzte Steigung über die Hasseler Straße hinaufgeht. Es ist eine anspruchsvolle Streckenführung - das ist keine Frage. Die Strecke des Duathlons ist aber auch landschaftlich reizvoll, ich denke da beispielsweise an das Neandertal oder den Weg zur Stindermühle. Wir bieten für die Teilnehmer übrigens zwei Distanzen an. Da ist zunächst der Sprint. Dort müssen die Teilnehmer fünf Kilometer laufen, danach 24 Kilometer Fahrradfahren und dann noch einmal 2,5 Kilometer laufen. Noch härter ist die sogenannte Kurzstrecke. Da müssen die Duathleten zunächst eine Laufstrecke von zehn Kilometer bewältigen, dann rund 44 Kilometer mit dem Rad fahren und abschließend fünf Kilometer laufen.

Wir wissen, dass Sie bei verschiedenen sportlichen Veranstaltungen souverän moderieren. Treiben Sie eigentlich selbst noch Sport und was waren Ihre Erfolge in der Vergangenheit?

REUSCHENBACH Selbstverständlich bin ich sportlich aktiv, um mich fit zu halten. Ich fahre beispielsweise gern Rad und mache auch Yoga. Früher spielte ich Volleyball oder Badminton. Hinsichtlich der sportlichen Erfolge bin ich schon ein bisschen stolz darauf, dass ich als Triathletin zweimal den legendären Ironman im fränkischen Roth bewältigt habe.

KLAUS MÜLLER FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
 
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