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Handball
"Der Klassenerhalt bleibt unser Ziel"

Handball: "Der Klassenerhalt bleibt unser Ziel"
Lars Faßbender (vorne) will mit seiner Mannschaft endlich auch mal wieder nach dem Schlusspfiff ausgiebig jubeln. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Mit nur einem Sieg nehmen die Handballerinnen des TB Wülfrath in der Dritten Liga am Ende der Hinrunde den letzten Platz ein. Der Aufsteiger gibt aber noch lange nicht auf. Trainer Lars Faßbender hofft auf eine weitere Leistungssteigerung.

Wülfrath In der vergangenen Saison reihten die Handballerinnen des TB Wülfrath einen Erfolg an den anderen. Als Oberliga-Meister schafften sie den Sprung in die Dritte Liga, spielen jetzt also gleich zwei Klassen höher. Die Luft ist hier jedoch wesentlich rauer, und deshalb steht am Ende der Hinrunde nur ein Sieg zu Buche. Dennoch sieht Trainer Lars Faßbender eine positive Entwicklung und blickt zuversichtlich nach vorne.

Wie ist die Stimmung in diesen besinnlichen Tagen?

Faßbender Montag vor einer Woche hatten wir unser letztes Training in diesem Jahr. Die Stimmung ist unerwartet gut, auch wenn wir enttäuscht sind, das wir nur so wenige Punkte haben. Natürlich sind deswegen alle etwas angespannt - es wäre schlecht, wenn das nicht so wäre. Bei aller Unzufriedenheit ist da aber auch sehr viel Kampfgeist zu spüren, was die Rückrunde betrifft. Es entwickelt sich eine Jetzt-erst-recht-Mentalität. Wir sind aber auch froh über die Pause, wollen uns danach besser vorbereiten, um unsere Leistung noch einmal deutlich zu steigern.

Personell geht die Mannschaft nach wie vor auf dem Zahnfleisch . . .

Faßbender Allein in den vergangenen Tagen mussten sich zwei Spielerinnen einer Operation unterziehen. Für Johanna Buschhaus ist die Saison gelaufen. Sie fällt wegen eines Bizepssehnenabrisses mehrere Monate aus - eine schnelle Rückkehr ist unrealistisch. Lena Feldstedt zog sich einen doppelten Riss des Meniskus zu. Wir hoffen, dass sie zeitnah wieder dabei ist, da sie eine gut trainierte Muskulatur hat. Bereits in den nächsten Tagen soll sie mit Physiotherapie beginnen. Ihr Ausfall trifft uns, denn sie hat bislang die meisten Tore erzielt, vor Kristin Meyer. Die beiden sind unsere Hauptwerfer, die absoluten Aktivposten. Lena fehlt auch, weil wir mit Rückraumspielerinnen nicht gerade gesegnet sind. Paula Stausberg steht bereits wieder im Kader und sollte im neuen Jahr wieder voll eingreifen können. Nicole Hölters will im Januar wieder trainieren, aber bei einer Schambeinentzündung kann man nicht so genau sagen, wie lange es dauert. Wir hoffen aber, dass sie zeitnah zurückkommt. Mit denen, die im Moment alle fehlen, wären wir eine Top-Mannschaft.

Was ist das Ziel im neuen Jahr?

Faßbender Wir wollen weiterhin versuchen, die Klasse zu halten. Auf den Vorletzten Vechta haben wir nur zwei Punkte Rückstand, auf Recklinghausen, das auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht, sind es bereits sieben Zähler. Es scheint unmöglich, so viele Punkte aufzuholen. Bei uns herrscht aber Zuversicht, dass wir es noch schaffen können. Natürlich spielt da immer viel Idealismus mit, aber wir gehen mit dem gleichen Eifer an die Begegnungen heran. Ob die Lage aussichtslos ist, das sollen andere beurteilen. Die Mannschaft hat sich gut entwickelt, aber wir müssen noch mehr arbeiten, um uns für den Aufwand zu belohnen.

Sehen Sie machbare Aufgaben?

Faßbender Mit Recklinghausen und Aldekerk sind wir mindestens auf Augenhöhe. Wir haben die Spiele verloren, weil wir keine Bank haben. Gerade gegen Aldekerk blieb uns deshalb ein Erfolgserlebnis verwehrt.

Was läuft anders im Vergleich zur letzten Saison?

Faßbender Wenn man oben steht, gehen manche Sachen einfacher von der Hand, als wenn man unten steht. Unsere technischen Fehler haben wir mittlerweile im Griff, dazu stellen wir eine ordentliche Abwehr. Im Angriff sind wir aber deutlich zu harmlos. Da fehlt es uns an der Durchschlagskraft. Wir zeigen zu wenig Kaltschnäuzigkeit. Gerade im Angriff müssen wir die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen.

Sind kurzfristig Verstärkungen zu erwarten?

Faßbender Neuzugänge sind aktuell nicht in Sicht. Im neuen Jahr kommt Daria Blume zurück. Sie hat nach ihrer Verletzung schon wieder gute Ansätze gezeigt und wird in den nächsten Wochen zu besserer Form finden. Es gibt also schon Gründe, positiv nach vorne zu schauen. Es wird schwer, aber wir sind durchaus in der Lage, für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.

BIRGIT SICKER FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
 
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