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Analyse
Der MTHC muss neue Ideen entwickeln

Mettmann. Der MTHC betreibt unbestritten eine erstklassige Jugendarbeit - die sich aber nicht bei den Senioren wiederfindet. Viele Spieler gehen dem Klub verloren, weil sie wegen des Studiums nicht in der Region bleiben. Von Klaus Müller

Das Hockey-Team des Mettmanner THC hat sich in die Sommerpause verabschiedet. Mit dem dritten Tabellenplatz in der 1. Verbandsliga hat die mit vielen Talenten gespickte Mannschaft das Soll erfüllt - mehr aber auch nicht. Es ist jetzt die Aufgabe des Abteilungs-Vorstandes, den bestehenden Kader zusammenzuhalten und sich nach passenden Verstärkungen umzusehen - um in der kommenden Spielzeit den Blick zum Aufstieg in die Oberliga richten zu können.

Dass der MTHC mit seiner guten Jugendarbeit eine Talentschmiede ist, weiß die Hockeyszene. Um jedoch höhere Ziele anzustreben, braucht der Kader eine Auffrischung von außen und einen Mix aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der MTHC seit Jahren mit einem bestimmten großen Problem zu kämpfen hat. Nach dem Abitur verlassen viele junge Spieler, die in Mettmann im Hockey gut ausgebildet wurden, den Klub - meistens zumeist aus Studiengründen.

Danach spielen sie oft für höherklassige Vereine. Aktuelles Beispiel: Niklas Klammer, der in München studieren und demnächst voraussichtlich für den Hockey-Bundesligisten Münchner SC auflaufen wird. Deutlich vorteilhafter wäre es für den MTHC, wenn junge Talente zum Studium in der Region bleiben könnten - etwa an den Unis in Düsseldorf, Köln oder Bochum.

Das Hockeystadion am Sportzentrum Auf dem Pfennig wäre sicher auch für höherklassiges Hockey ein perfekter Standort. Der engagierte Abteilungschef Wolfgang Weiß, Teammanager Hans-B. Adams und ihre Mitstreiter im Vorstand sind hier gefordert. Es wäre schade, wenn die gute Nachwuchs-Arbeit des Klubs, der bereits der Regionalliga und der Oberliga angehörte, nicht durch Erfolge bei den Senioren gekrönt würde. Auf Dauer kann es nicht Ziel des gerade in der Sparte Hockey traditionsreichen Vereins sein, "nur" eine gute Jugend als Unterbau zu haben. In der Vergangenheit kamen übrigens sogar mal Nationalspieler aus den Reihen des Vorgängerklubs THC Mettmann. Der bekannteste unter ihnen war Wolfgang Rott, denn der gebürtige Mettmanner wurde als Torhüter 1972 Olympiasieger.

Quelle: RP
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