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Leichtathletik
Der Neanderland-Cup läuft bis 2018

Kreis Mettmann. Kreistag trifft Grundsatzentscheidung zusammen mit dem Haushalt 2016. An den Modalitäten wird noch gefeilt. Von Dirk Neubauer

Auch wenn der Neandertaler, im übertragenen Sinne, kaum mehr Geld für seine Keule hat - eines will sich der Kreis in den nächsten drei Jahren dennoch gönnen: Den Neanderland Cup soll es mindestens bis 2018 geben. Diesen Beschluss hat der Kreistag zusammen mit dem Kreishaushalt 2016 gefällt. Dass die Sprecherin des Kreises, Daniela Hitzemann, die gute Nachricht für mehrere tausend Langläufer im Kreis Mettmann dennoch nicht im Eilschritt, sondern erst auf Nachfrage bekannt machte, hat seinen Grund: "Möglicherweise ändert sich etwas an den Modalitäten. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen." Sprach's und entschwand in die Weihnachtspause.

Nun läuft die Anmeldung für die Winterlaufserie der Hildener AT seit Oktober auf Sprintniveau - am 31. Januar 2016 knallen ab 10.15 Uhr die ersten Startschüsse im Hildener Stadtwald. Eines der HAT-Rennen ist auch der erste von zehn Wertungsläufen des Neanderland Cups 2016. Ob bis zum Start die neuen Modalitäten bekannt sind, weiß Hitzemann nicht: "Da die Anmeldung zum Neanderland Cup ohnehin über die Vereine erfolgt, ist das aber auch gar nicht schlimm." Die Läufer sollten sich einfach in die Starterlisten eintragen, rät Hitzemann.

Bisher ging der Neanderland Cup so: Wer von zehn Läufen in den zehn zum Kreis gehörenden Städten wenigstens fünf absolviert hat, gehörte zum Kreis der möglichen Neanderland Cup-Gewinner. Je nach Platzierung in den einzelnen Läufen gab es Punkte für die Athleten. Der Essener Mehdi Khelifi holte sich 2015 mit 194 Punkten bei den Herren, Ute Spicker mit 190 Punkten bei den Frauen die Kronen der beständig Schnellsten beim ersten Neanderland Cups überhaupt. Verbunden war diese Wertung mit einem Scheck von 500 Euro für die Erstplatzierten. Ob sich der klamme Kreis dazu noch einmal hinreißen lässt oder es künftig kostengünstiger bei Pokale und Urkunden belässt, muss - zum Beispiel - noch entschieden werden.

Die Sportvereine wären sehr dafür. Denn egal ob in Velbert oder Monheim, Ratingen oder Langenfeld - der zusätzliche Anreiz durch den Neanderland Cup habe sich sehr positiv auf die Anmeldezahlen ausgewirkt, heißt es bei den Vereinen. Und da die Rahmenbedingungen selbst für Traditionsveranstaltungen eher schwieriger werden, nahmen alle Lauf-Veranstalter diese Schützenhilfe des Kreises dankend an.

Bei den Haushaltsberatungen im Kreis allerdings fiel auf, dass 6500 Euro für ganze 47 Langläufer ausgegeben wurde. "Da waren die Kosten für den Markenschutz enthalten", erläutert Sprecherin Hitzemann. Die Kosten sind ein Show-Stopper - in Zeiten, da alles auf den Prüfstand der klammen Haushalte kommt.

Dennoch hat der Neanderland Cup die größte Hürde genommen. Er bleibt bestehen. Und da er äußerst effizient auf die bestehenden Lauf-Organisationen aufsetzt, wird sich das Kleingedruckte für den Supercup der Langläufer sicherlich auch noch finden.

Quelle: RP
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