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Reitsport
Der Parcours hat seine Tücken

Erkrath. Das abschließende MSpringen beim Turnier auf dem Niermannshof fordert Ross und Reiter. Wer schnell über die Stangen will, muss seinen Weg durch die Hindernisse clever wählen. Von Bettina Salerno

Im ersten M-Springen am Samstag sorgte der Franzose Philippe Chantelou für Spannung. Der lokale Gipfelstürmer Simon Berchem, für den RV Metzkausen startend, legte mit dem 14-jährigen Routinier "Peppino" von Pilot's Letzter/Argentinus aus der Zucht von Team Bettinger eine beachtliche Nullrunde hin. Chantelou, mit seiner erst neunjährigen Holsteiner Schimmelstute "Carbana" von Carbano/Locato aus der Zucht von Uwe Lorenzen, ging ebenfalls ohne Fehler aus dem Parcours und war nur einen Wimpernschlag schneller in den Wendungen. Das reichte für den Sieg des französischen Paars, das für den RC St. Georg Günhoven an den Start ging. Dritte im Bunde wurde Vereinskollegin Svenja Severing mit "Chippendale", einem holländischen Wallach von Hinault/Phin Phin. Gastgeber Tilo Tucht rangierte in diesem Springen mit dem erst achtjährigen Hengst "Stakkadero" von Stalypso/Espri, auf dem siebten Platz. Das zum Aufwärmen im Springen am Samstag.

Heißer wurde es im zweiten MSpringen mit Siegerrunde am Sonntag. Nicht nur die hohe Luftfeuchtigkeit ließ Pferd und Reiter ins Schwitzen kommen, auch der Parcours des mittelschweren Springens hatte es in sich. Zwar fair und pferdegerecht aufgebaut, verbarg der Kurs dennoch so einige Tücken. Cleverness bei der Wegführung und Schnelligkeit wurden den Parcours-Piloten hier abverlangt. Unter den 37 Startern hatten gleich zwei junge Amazonen die Nase vorn. Annina Haep vom RFV Velbert steuerte ihren "Artami" aus der Holsteiner Zucht von Artani/Caretino siegreiche ins Ziel. Mit zwei Nullrunden und einer Zeit von 30,45 Sekunden zeigte sie den vornehmlich männlichen Kollegen, wie es geht. Ebenso siegreich unterwegs mit zwei Nullfehlerritten war Beate Könemund vom RFV Burscheid-Paffenlöh mit "Can Live", einem 14jährigen Hannoveraner von Contendro/Drosselklang. In einer Zeit von nur 31,03 Sekunden verwies sie die weiteren Starter in ihrer Abteilung auf die Plätze und gewann die zweite Abteilung des MSpringens.

Und ein Reiter rannte während des gesamten Wochenendes vom Viereck zum Parcours und umgekehrt. Simon Berchem, der eigentlich als Lokalmatador im Springen galt, erprobte sich im Dressurreiten. Und das recht erfolgreich. In der Dressur Klasse L-Kandare und in der M-Dressur konnte er sich platzieren. Bei einer Grußaufstellung verwechselte der Springreiter allerdings die Position der Grußaufstellung und hielt anstatt bei "X" bei "G" vor den Richtern. Diese kommentierten das kurz mit einem: "Hier stehen Sie leider falsch" und zogen schließlich 0,2 Punkte fürs Verreiten an der Endwertnote ab. Im MSpringen am Sonntag reichte es mit "Peppino", seinem Paradepferd, für Rang fünf.

Hausherr und Veranstalter des Turniers, Tilo Tucht, platzierte sich im MSpringen am Sonntag in der ersten Abteilung mit "Stakkadero" auf Rang zwei und mit "Spooky Cat", der neunjährigen Stute von Stolzenberg/Contendro, auf Rang vier. Rundum konnte der Pferdeprofi also nicht nur mit seiner ersten Großveranstaltung unter seiner Leitung auf dem Niermannshof zufrieden sein, sondern auch mit seinen eigenen Platzierungen an diesem Wochenende.

Quelle: RP
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