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Der Tabellenzweite ist kein Überflieger

Handball: Der Tabellenzweite ist kein Überflieger
Der flinke Marcel Billen kam auf sieben Treffer - nur einer resultierte aber aus einem Tempogegenstoß. FOTO: Olaf Staschik
Mettmann. Zwar gewinnen die Unitas-Handballer das Oberliga-Duell gegen den Vorletzten SV Neukirchen am Ende deutlich, doch Trainer Kai Müller sieht gegen stärkere Kontrahenten noch viel Arbeit auf seine Mannschaft zukommen. Von Birgit Sicker

DJK Unitas Haan - SV Neukirchen 31:23 (14:11). Wirklich zufrieden war Kai Müller nach dem Abpfiff nicht. "Das Ergebnis sieht deutlicher aus, als es das Spiel war", stellte der Unitas-Coach mit einem etwas gequält wirkenden Lächeln fest. Für seinen Geschmack ließen die Haaner den Gästen vor allem in der ersten Halbzeit zu viel Freiraum. Vor allem den drittliga-erfahrenen Thomas Pannen (acht Tore) bekamen die Hausherren nicht in den Griff. Und nach dem Seitenwechsel kam dann Philipp Peich (sechs Treffer) immer besser in Schwung. "Das sind Probleme, die wir cleverer lösen können", erklärte Müller.

Einige der alteingesessenen Unitas-Fans fanden es schade, dass es in der Halle an der Adlerstraße nicht zum Wiedersehen mit Jörg Förderer kam. Der Ex-Profi, der als Aktiver für einige Zeit auch das Unitas-Trikot trug, gab Anfang Oktober sein Amt als Trainer in Neukirchen auf. Berufliche Gründe zwangen den ambitionierten Handballer zu diesem Schritt. Die drei Niederlagen in den ersten drei Oberliga-Begegnungen dieser Saison trugen vielleicht auch ihren Teil zu der Erkenntnis bei, dass die Zeit fürs Hobby einfach nicht mehr reicht. Nachfolger Tobias Klottig hat sich den Klassenerhalt auf die Fahne geschrieben. Und in Haan bekam seine Hoffnung Nahrung, beim Tabellenzweiten zumindest einen Zähler entführen zu können. Zwar brachte Marcel Billen die Unitas mit 2:0 in Führung, doch dann glich Thomas Pannen, bester SVN-Werfer an diesem Abend zum 2:2 (5.) aus. Per Siebenmeter brachte Andre Behmer die Gäste erstmals in Front, Pannen legte nach - und sein Team hatte mit 4:2 (6.) die Nase vorn. In der Folge baute der Tabellenvorletzte seinen Vorsprung sogar auf 7:4 (15.) aus. Moritz Blau verkürzte auf 5:7, und dann sorgte Lennard Austrup mit seinen beiden einzigen Treffern in dieser Begegnung für den Ausgleich zum 7:7 (17.). Raphael Korbmacher warf die Haaner wieder mit 8:7 nach vorne. Und nach dem 8:8 setzten sich die Unitas-Handballer durch einen Zwischenspurt auf 12:8 (22.) ab. "Leider haben wir danach nicht weitergemacht", haderte Kai Müller mit der weichen Gangart seines Teams, das zur Pause lediglich mit drei Toren führte.

Auch nach dem Wiederanpfiff blieb die Begegnung deshalb weiter umkämpft. Irgendwie bezeichnend war der Treffer von John-Christopher Krölls zum 13:16 (35.) - nach einem Diagonalpass von der linken Seite stand er rechts ganz frei und hatte keine Mühe, Torhüter Christopher Seher zu überwinden. Auf der anderen Seite hielt Fabian Zindel seine Mannschaft mit tollen Paraden gegen Christian Mohaupt weiter im Spiel. Bis zum 16:19 (38.) durch Philipp Reich durften die Neukirchener noch hoffen, danach aber neigte sich die Waagschale allmählich zugunsten der Haaner, die in der Folge ihren Vorsprung bis auf 26:18 (51.) ausbauten. Dennoch hatte Kai Müller Redebedarf, stellte seine Truppe auf eine intensive Schlussphase ein, in der Neukirchen mit einer offensiven Deckung den Versuch startete, sich noch einmal heranzuarbeiten. Das Unterfangen misslang, weil die Haaner konzentriert genug blieben, um ihren Vorsprung zu verwalten. Für ein Glanzlicht sorgten dafür die Gäste, als Gerit-Christopher Fietze den Ball in den freien Raum vor dem Unitas-Kasten vorlegte und Thomas Pannen per Kempa-Trick auf 21:29 (57.) verkürzte.

Quelle: RP
 
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