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Petra Und Volker Höltgen
"Der Titel des Meisters ist eine Ehre"

Mettmann. Beim Top-Turnier der Rheinischen Reiter profitieren die Hausherren von Gut Blee vom familiären Zusammenhalt.

KREIS METTMANN Die Rheinischen Meisterschaften auf Gut Langfort ziehen in jedem Jahr viele starke Reiter an. Stammgäste sind natürlich Volker und Petra Höltgen (beide 49), die als Betreiber von Gut Blee in Monheim praktisch ein Heimspiel haben. Im Gespräch äußeren sich die beiden über ihre eigenen Ziele, den familiären Zusammenhalt und den Wert des Turniers, bei dem bis einschließlich morgen noch viele attraktive Prüfungen auf dem Programm stehen.

Welche Ziele haben Sie sich für die Meisterschaften gesteckt?

Volker Höltgen Also, ich möchte schon möglichst weit nach vorne kommen. Mein Ziel ist auf jeden Fall, drei Tage fehlerfrei zu bleiben und um den Titel mitzuspringen.

PETRA HÖLTGEN Da mein Pferd noch jung ist, lasse ich es langsam angehen. Wenn sich meine Stute in den ersten Prüfungen gut präsentiert, dann reite ich auch die zweite Wertungsprüfung. Ich möchte das achtjährige Pferd nicht überfordern.

Wie intensiv haben Sie sich und ihre Pferde auf das Turnier vorbereitet?

Petra Höltgen Mit meiner Stute war ich in den vergangenen Wochen regelmäßig unterwegs. Wettkämpfe sind die beste Vorbereitung.

Volker Höltgen Wir sind mitten in der Saison, da brauchen wir keine zusätzlichen Trainingseinheiten - weder für die Pferde noch für uns. Wie sind konditionell fit. Täglich sitze ich mindestens vier Stunden im Sattel. Nachmittags arbeite ich noch auf dem Feld, da muss ich keine Hanteln mehr stemmen.

Welchen sportlichen Stellenwert haben die Meisterschaften für Sie?

Volker Höltgen Der Stellenwert ist für uns sehr hoch. Für die Kollegen, die international reiten, vielleicht weniger, aber wir gehen im Jahr nur etwa vier bis fünf Schwere Springen mit drei Sternen. Da ist das ein Höhepunkt. Die Konkurrenz ist auch größer. Wir treffen uns zwar häufig in den gleichen Prüfungen, aber nicht so geballt wie in Langenfeld.

Petra Höltgen Mein Höhepunkt war in diesem Jahr der Titel bei den Deutschen Amateur-Meisterschaften im Mai in Nörten-Hardenberg. Die Rheinischen Meisterschaften sind daher für mich eine Zugabe, damit mein Pferd noch mehr Routine bekommt. Da mein Mann dort reitet, bin ich auch dabei.

Inwiefern ist es ein Vorteil, das Turnier als Familie zu meistern?

Volker Höltgen Das ist ein großer Vorteil. Wir helfen uns gegenseitig und freuen uns gemeinsam über Erfolge. Weil wir gemeinsam trainieren, kennen wir auch unsere Stärken und Schwächen. Da auch Marcel Tummes zum Team gehört, steigern wir uns als Gruppe. Beim Turnier helfen wir uns gegenseitig beim Abreiten und am Sprung.

Petra Höltgen Unsere Tochter fährt auch oft mit, um uns zu unterstützen. Das ist richtig schön.

Worin besteht in Langenfeld die besondere Herausforderung?

Volker Höltgen Zunächst darin, dass der Titel eine Ehre ist. Der Sieger ist gleichzeitig für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Das ist schon sehr reizvoll. Dieses Ziel zu erreichen, wird immer schwieriger, denn die Leistungsdichte ist sehr hoch. Über drei Tage bei steigenden Anforderungen konstant gute Leistungen zu bringen, ist eine Aufgabe.

Was wäre für Sie ein Erfolg?

Volker Höltgen Ich reite schon mit, um Meister zu werden. Mit einer Finalteilnahme bin ich zufrieden, für den Titel gehört immer etwas Glück dazu. Ein weiterer Ansporn wäre, am Sonntag die dritte Wertungsprüfung mit zwei Umläufen zu gewinnen.

Petra Höltgen Wenn wir im Nachwuchsspringen eine gute Leistung zeigen und ich im Zwei-Sterne-S-Springen platziert bin, wäre ich sehr zufrieden.

DOMINIQUE SCHROLLER FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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