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Lokalsport
Derby sportlich nicht auf Augenhöhe

Mettmann. Während Mettmann um den Aufstieg mitspielt, dümpelt Wülfrath im Tabellenkeller der Handball-Verbandsliga herum. Doch in einem Lokalduell gelten eigene Gesetze, weshalb ME-Sport-Trainer Tiedermann zur Vorsicht mahnt. Von Erdinc Özcan-Schulz

Mettmann-Sport - TB Wülfrath. Beim Blick auf die Verbandsliga-Tabelle sind morgen (18.30 Uhr, Herrenhauser Halle) die Rollen zwischen den Nachbarn Mettmann-Sport und TB Wülfrath klar verteilt. Während die Gastgeber ohne einen einzigen Punktverlust mit Kreisnachbar TuS Lintorf an der Tabellenspitze stehen, hängen die Wülfrather mit nur zwei Punkten im Tabellenkeller fest.

Doch gerade die weibliche Auflage des ewig jungen Derbys bewies in der letzten Woche, dass das Tabellenbild in solchen Partien wenig Aussagekraft hat. Denn die an der Tabellenspitze stehenden ME-Sportlerinnen gingen in der Kalkstadt regelrecht unter. Gerade deshalb sind Mettmanns Herren gewarnt. "In Essen konnte man sehen, dass wir gegen Kettwig nach der langen Herbstpause noch ein paar Probleme hatten, unseren Rhythmus zu finden. Erst in der Schlussphase konnten wir uns entscheidend absetzen", sagt Mettmanns Trainer Jürgen Tiedermann. Der Coach wünscht sich, dass sein Team gegen den TBW von Beginn an zu seinem Spiel findet. Mit einem Sieg wollen die Hausherren ihre weiße Weste wahren und die Verfolger auf Abstand halten. "Natürlich sind wir selbstbewusst genug, dass wir die Punkte bei uns im Herrenhaus halten wollen. Das hat aber nichts damit zu tun, dass wir die Wülfrather unterschätzen. Vielmehr soll es ausdrücken, wie fokussiert wir auf unsere Ziele sind, die wir uns vorgenommen haben. Dafür ist ein Sieg Pflicht", sagt Mettmanns Co-Trainer Markus Flieter, der ohne es auszusprechen deutlich macht, dass die erwähnten Ziele nur den Aufstieg bedeuten können.

Davon sind die Wülfrather aktuell meilenweit entfernt. Die Blau-Weißen hofften nach zwei Niederlagen mit dem Sieg bei der bis dahin verlustpunktfreien Mannschaft von Ex-Wülfrath-Coach Jan Kassens die Wende zum Besseren Saisonverlauf hinzubekommen. Die 27:41-Niederlage gegen den selbsternannten Aufstiegskandidaten LTV-Wuppertal sorgte allerdings für Ernüchterung. Viel wird davon abhängen, ob die junge Truppe um Moritz Hebel, Till Märtens und Hendrik Hanisch sich gegen die robuste Deckungsformation der körperlich überlegenen Tiedermann-Auswahl behaupten kann. Das wird wahrlich nicht einfach werden, haben die Mettmanner doch ihre letzte Heimpartie vor zwei Spielzeiten im Mai 2014 verloren. Das allerdings deutlich mit 23:31 und ausgerechnet gegen den Nachbarn TBW.

Gegen den Erzrivalen kann Mettmann-Sport seinen kompletten Kader aufbieten. "Ich habe sogar die Qual der Wahl", sagt Tiedermann. Das heißt, dass der eine oder andere Akteur wohl aussetzen muss. Definitiv dabei sein wird ME-Sport-Kapitän Kamil Bily, der bisher in entscheidenden Phasen zum Rückhalt für sein Team wurde. "Er nimmt seine Rolle als Kapitän sehr gut an und geht darin auch auf", lobt ME-Sports für Torhüter zuständige Co-Trainer "Bibo" Flieter seinen Schlussmann, ohne seine anderen Keeper außer Acht zu lassen. "Auch Matthias Piechuch und Kai Hachmann werden uns noch einiges an Spaß bereiten und entscheidende Punkte festhalten".

Am liebsten wäre dem Mettmanner Urgestein, wenn es schon gegen den Erzrivalen TBW gelänge.

Quelle: RP
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