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Jürgen Tiedermann
"Die Spieler identifizieren sich mit uns"

Mettmann. Der Trainer des Handbal-Verbandsligisten ME-Sport über die aktuelle Saison, den "Mettmanner Wäg" und Zukunftspläne.

Mettmann Von den teils selbst ernannten Favoriten auf die Qualifikation zur neuen Handball-Nordrheinliga - wie LTV Wuppertal, HG Remscheid, TV Ratingen und die Reserve des SG Langenfeld - befinden sich nach sieben Spieltagen lediglich die Handballer von Mettmann-Sport auf Kurs. Erdinc Özcan-Schulz sprach mit Coach Jürgen Tiedermann über die bisherige Saison, den Mettmanner Weg und die Ziele für die Zukunft.

Mit nur zwei Minuspunkten läuft bisher alles nach Plan, könnte man meinen?

Tiedermann Da wir vor der Saison das Ziel gegeben hatten, unter den ersten Drei zu landen, sind wir von Platzierung her im Soll. Vom spielerischen her haben wir allerdings noch Luft nach oben.

Was gefällt Ihnen nicht und woran liegt das?

Tiedermann Da gibt es einige Gründe dafür, auf die ich hier nicht tiefer eingehen will. Sicherlich gehört dazu, dass wir momentan nur zwei Mal die Woche trainieren können. Durch die Flüchtlingsunterbringungen mussten wir unsere Trainingseinheiten so anpassen. Das merken wir schon, dass uns die dritte Einheit sehr fehlt. Aber wir wollen nicht jammern. Das ist momentan halt so.

Wie schaffen sie es, das zu kompensieren?

Tiedermann Die Jungs identifizieren sich mit ihren Aufgaben und überzeugen mit kämpferischer Einstellung. Vor allem wenn man bedenkt, wie sie momentan mit Klausuren und sonstigen Sachen im privaten Umfeld eingespannt sind. Daher bin ich damit sehr zufrieden.

Sie sind im dritten Jahr wieder als Trainer in Mettmann. Was hat sich seither verändert?

Tiedermann Ich spüre schon, dass der Zusammenhalt unter den Teams wieder da ist. Das liegt daran, dass mit Jens Leiss bei der zweiten und Markus Laschet für die dritten Herren Leute dabei sind, die dieses Gemeinschaftsgefühl fördern und mich unterstützen. Zudem gibt die Mannschaft vieles, was man reinsteckt, zurück.

Wie meinen Sie das?

Tiedermann Die Spieler identifizieren sich mit Mettmann und stehen hinter der Sache, weil sie selber aus Mettmann kommen. So engagieren sich zum Beispiel Kamil Bily, Christian Kruse und Tim Wittenberg im Verein als feste Jugendtrainer. Die anderen Jungs unterstützen sie dabei. Das ist authentisch und wird von den Zuschauern honoriert. Überhaupt helfen viele im Umfeld wieder mit.

Das nächste Ziel ist die Teilnahme an der Nordrheinliga. Verfolgen Sie noch höhere Ziele?

Tiedermann Zumindest die neue Nordrheinliga ist mit unserem "Mettmanner Weg" zu realisieren. Das heißt, dass wir den Weg mit den Mettmanner Eigengewächsen gehen wollen. Und nur wenn es sinnvoll ist, Verstärkungen zu holen, die sich mit dem Verein identifizieren. Dann schauen wir, wie weit es geht. Über der Nordrheinliga hinaus wird es stand jetzt, auch finanziell schwierig, es zu stemmen. Aber wir entwickeln uns ja auch immer weiter.

Wo wollen Sie mit ihrem Team zu Weihnachten und zum Saisonende stehen?

Tiedermann Wenn wir so stehen wie jetzt, bin ich zufrieden. Die Zuschauer sehen, dass wir uns rein hängen und honorieren es. Vor allem liegen wir voll im Plan.

Quelle: RP
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