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Reitsport
Felicitas Müller hofft auf glänzenden Auftritt

Mettmann. Freitag beginnt in Mettmann das große Reitturnier auf Gut Löckenhoff. Ein Höhepunkt ist die Intermediaire-Kür am Samstagabend. Von Dominique Schroller

Ein Gala-Abend mit besonderer Atmosphäre rollt den besten Paaren im Viereck den roten Teppich aus. Im Scheinwerferlicht dürfen sie zur Musik tanzen. Die verschiedenen Figuren sind vorgegeben, die Choreographie eine Frage der Fantasie. Die Richter bewerten sowohl die technische Ausführung der Pirouetten, Traversalen und fliegenden Galoppwechsel, sie urteilen auch über den künstlerischen Wert der Kür. Die Musik sollte zum Bewegungsablauf des Pferdes passen, der Reiter die Fläche von 20 mal 60 Metern möglichst mit eigenen Ideen füllen und die geforderten Elemente mal überraschend anders arrangieren.

Die Kür auf Intermediaire I-Niveau ist der sportliche Höhepunkt beim Dressurturnier des Reit- und Fahrvereins Velbert-Heiligenhaus. Umrahmt von den weißen Pagodenzelten zieht der große Außenplatz auf der Reitanlage Löckenhoff in Mettmann die Aufmerksamkeit auf sich. Dort demonstrieren die stärksten Starter der Qualifikation am Freitag, dass sie die Talente ihrer Partner mit Eleganz und Leichtigkeit in Szene setzen können. "Wir möchten diesen Abend besonders stimmungsvoll gestalten und hoffen auf einige außergewöhnliche Ritte", sagt Barbara Rother, Geschäftsführerin des gastgebenden Vereins.

Für die vorherige Pflichtaufgabe, eine S-Dressur mit zwei Sternen, haben einige namhafte Reiter genannt. Neben Heiner Schiergen und Niklaas Feilzer aus dem Stall von Olympiasiegerin Isabell Werth, ließen sich auch Jessica Benninghoven aus der Ratinger Nachbarschaft und Thea Felicitas Müller vom Reit- und Fahrverein Velbert-Heiligenhaus in die Teilnehmerliste eintragen. Barbara Rother hofft, dass die Amazone beim Heimspiel erfolgreich ist und am Samstagabend auch bei der Kür glänzen kann. "Wir drücken ihr die Daumen", versichert Rother.

Allerdings aus der Ferne, denn die engagierte Ehrenamtlerin, die sonst mit ihrer Zwillingsschwester gemeinsam die Meldestelle organisiert, fehlt erstmals beim Turnier. Sie begleitet ihr Pferd Don Giovann und seine Reiterin Stephanie Knell zu den Deutschen Juniorenmeisterschaften nach Zeiskamp. "Das ist schon ein komisches Gefühl", gesteht sie. "Doch wir haben alles gut vorbereitet und da wir ein eingespieltes Helferteam haben, in dem jeder seine Aufgaben kennt, wird das schon klappen."

Erstmals sind beim großen Herbstturnier auch Basisprüfungen für Jugendliche ausgeschrieben. Sie können beim Dressurreiterwettbewerb beweisen, dass sie den korrekten Sitz beherrschen und in der ADressur die grundlegenden Lektionen zeigen. Gleichzeitig kämpfen sie in dieser Prüfung nicht nur für sich, sondern können auch einen Teamtitel gewinnen. "Mit der Mannschaftswertung möchten wir den Gemeinschaftsgedanken betonen und fördern. Die jungen Reiter sollen die Erfahrung machen, dass sie gemeinsam etwas erreichen können", betont Barbara Rother.

Die jungen Pferde haben in den Reitpferdeprüfungen Gelegenheit, ihr Bewegungspotenzial zu präsentieren. Jeweils die drei Erstplatzierten in der Konkurrenz der Drei- und Vierjährigen traben im Finale am Sonntag um die Auszeichnung als Mettmanner Herbstchampion. "Die vierjährigen Pferde sind reifer und leicht im Vorteil, doch es haben auch schon Dreijährige gewonnen", berichtet Rother. Wo der Weg der Talente hinführen kann, demonstrieren die Paare in der S-Dressur für junge Pferde. Auf Trense geritten, können die Reiter die Richter mit feinen Hilfen von der Qualität der Vierecksspezialisten überzeugen.

Quelle: RP
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