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Lokalsport
Frymuth lost Futsal-Masters in Hilden aus

Lokalsport: Frymuth lost Futsal-Masters in Hilden aus
Sie losten das Hallenmasters aus (v.l.): Claudia Ledzbor, Peter Frymuth, Wolfgang Appelstiel, Birgit Alkenings, Bernd Biermann, Sönke Eichner, Robert Wagner. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Der DFB-Vize war beim VfB zu Gast und lobte ganz nebenbei die Bedingungen für die Sportler in der Stadt. Von Alexander Riedel

Routiniert schritt der Gast zur Tat: "Hat jemand ein Wunschlos?" fragte Peter Frymuth am Samstag scherzhaft in die Runde: Der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte dem VfB 03 Hilden einen Besuch abgestattet, um vor dem sichtlich gut gelaunten Publikum die Gruppen für das 2. Hildener Futsal-Hallenmasters auszulosen. Bei der erster Auflage im vergangenen Januar hatte der hohe Funktionär zu den Zuschauern gehört. Seit Jahren gibt es Bestrebungen beim DFB, die technisch anspruchsvolle Hallenfußball-Variante mit südamerikanischen Wurzeln auch in Deutschland stärker zu etablieren. "Dabei sind wir auf einem guten Weg", betonte Frymuth, der zugleich Präsident des Fußballverbands Niederrhein ist, und verwies auf die Schaffung einer eigenen deutschen Nationalmannschaft im Futsal.

Dessen Vorzüge verdeutlichte er mit einer charmanten Anekdote: So habe ihm ein erstaunter Sanitäter im Anschluss an ein Futsal-Turnier verraten, dass er nur ein einziges Kühlpack gebraucht habe: Das Verletzungsrisiko sei beim Futsal, der ohne Bande gespielt wird, deutlich geringer als bei der eher in Deutschland verbreiteten Form des Hallenfußballs, sagte Frymuth. Und auch humorloses Bolzen gehöre eher nicht zu den Stilmitteln: "Das Spiel sieht selbst bei jenen gut aus, deren Freund der Ball normalerweise nicht ist." Die Notwendigkeit, mit dem kleineren, sprungreduzierten Ball auf engem Raum kreative Lösungen zu finden, gilt als gute Technikschule.

Die Anzahl der Vereine mit einer Futsal-Abteilung im Fußballverband Niederrhein sei gestiegen, sagte Frymuth. Die zehn Hildener Teams, die beim vom VfB 03 ausgerichteten Hallenmasters am 13. Januar 2018 in der Bezirkssportanlage Am Bandsbusch um Tore und Punkte kämpfen, gehören noch nicht dazu. "Dieses Turnier ist für die Mannschaften eine einmalige Sache", sagte der VfB-Vorsitzende Robert Wagner. Statt auf die drei mal zwei Meter großen Handballtore, wie sonst beim Futsal üblich, soll diesmal auf Großtore gespielt werden. "Wir erhoffen uns davon, dass mehr Tore fallen", erklärte Wagner.

Der Kontakt mit dem DFB-Vizepräsidenten war durch die Kritik des VfB an den Modalitäten zur Auslosung des Niederrheinpokals zustande gekommen. "Unser Dialog hat bis Mitternacht gedauert", berichtet Frymuth - und habe zu einem zufriedenstellenden Ergebnis geführt. Im Gespräch mit den Besuchern ging der 60-Jährige auch auf die Probleme des Amateurfußballs ein, wie Geldnot, Spielermangel oder Terminkollisionen mit den Profispielen.

"Grundsätzlich profitieren die Vereine von der hohen Popularität des Spitzenfußballs", betonte er. Hilfe leisten könne der Verband in organisatorischen Fragen und durch Qualifizierungsmaßnahmen. Die Rahmenbedingungen müssten aber die Gemeinden schaffen. Und gerade in diesem Punkt lobte er mit Blick auf die Sportanlage an der Hoffeldstraße die Hildener Verwaltung: "Von Bedingungen wie hier können Vereine in anderen Städten nur träumen." Denn neben der Auslosung zum Hallenmasters, dem "1. Business Cup" für Betriebe und seinem Oktoberfest feierte der VfB 03 am Samstag auch die offizielle Eröffnung des erneuerten Kunstrasenplatzes. Dazu war auch Bürgermeisterin Birgit Alkenings angereist.

Quelle: RP
 
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