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Lokalsport
Geschwächte Unitas-Frauen gehen in Rheydt unter

Mettmann. Mit nur noch sechs Feldspielerinnen war der Handball-Verbandsligist chancenlos. Der Trainer fordert Verstärkung. Von Klaus Müller

Rheydter TV - SG Unitas Haan (Frauen) 27:17 (13:11). Die zuletzt guten Leistungen konnten die Unitas-Handballerinnen bei ihrem Auftritt in Rheydt nicht bestätigen. Diesmal wirkte sich der kleine Kader im Gegensatz zu den bisherigen Begegnungen recht negativ aus. "Im Gegensatz zu unserem Gegner hatten wir leider kaum Wechselalternativen", nannte Haiko Stropp einen der wichtigsten Gründe für die Niederlage des Handball-Verbandsligisten. "Kämpferisch kann ich meinem Team keinen Vorwurf machen", betonte der Unitas-Trainer.

Nach ausgeglichenem Beginn ließen sich die SG-Frauen zur Mitte der ersten Halbzeit von den Rheyterinnen regelrecht überrennen. Die Gastgeber lagen zweimal mit vier Treffern vorn. Bis zur Halbzeit konnte die Unitas mit großem Kampfgeist den Rückstand auf zwei Tore verkürzen.

Mit einiger Zuversicht gingen die SG-Handballerinnen in die zweite Halbzeit - in den letzten Spielen zumeist der bessere Durchgang. Leider hatten die Gäste mit einigen Pfosten- und Lattenwürfen Pech, während der RTV den Ball bei seinen Würfen im Netz unterbrachte. Dies führte dazu, dass die Gastgeber kontinuierlich ihre Führung ausbauten. Erschwerend kam für die Unitas-Handballerinnen hinzu, dass die zuletzt so überzeugende Torjägerin Nina Orth nach einer Abwehraktion mit einer Roten Karte bestraft wurde. Trainer Stropp standen danach nur noch sechs Feldspielerinnen zur Verfügung, da Jessica Bolz, die nach einer Verletzungspause wieder in den Kader zurückkehrte, nach einer erneuten Verletzung nicht mehr weiterspielen konnte. Die geschwächten Haanerinnen waren fortan nur noch um Ergebniskosmetik bemüht.

Trotz der 27:17-Niederlage waren die Gäste nicht unzufrieden mit ihrem Auftritt. Gefallen hatte dem Unitas-Coach die Vorstellung von Heike Gerhard, die ihre Chancen bis zum Schlusspfiff erfolgreich nutzte und ihre Mannschaft damit im Spiel hielt. Erfreulich auch der Auftritt von Miriam Rohde aus der zweiten Mannschaft, die sich gut in das Spiel des Verbandsliga-Teams einfügte. "Die Niederlage wirft uns nicht um. Es kann niemand erwarten, dass wir mit so einem schmalen Kader auswärts gewinnen, zumal die Rheydter eine wirklich gute Mannschaft haben", erklärte Stropp. Das Ziel werde weiterhin heißen, im oberen Tabellendrittel mitzuspielen. Der engagierte Coach machte deutlich, dass er es kaum für möglich halte, mit so einem kleinen Kader die Spielzeit zu beenden. "Ich werde das Gespräch mit dem Vorstand suchen, damit der Kader spätestens bis zur Rückrunde mit neuen Spielerinnen aufgerüstet wird."

SG Unitas Haan/Hildener AT Schmitgen, van Hueth, Appelbaum - Bolz, Gerhard (5), Guggenmos, Kinschek (5), Orth (3), Rohde (1), Tschurer (3), Walkiewicz.

Quelle: RP
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