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Handball
Haaner kommen zu selten zum Wurf

Handball: Haaner kommen zu selten zum Wurf
Die Haaner Marcel Obermeier (r.), Yannick Schmitz (2. v.r.) und Pascal Schusdzarra (l.) taten sich schwer, den Lintorfer Abwehrriegel zu überwinden. FOTO: Achim Blazy
Mettmann. In der Partie beim Oberliga-Schusslicht TuS Lintorf finden die Unitas-Handballer diesmal nicht das richtige Tempo im Umschalten von Abwehr auf Angriff. Deshalb lässt die Torausbeute zu wünschen übrig. Dennoch reicht es zum Sieg. Von Birgit Sicker

TuS Lintorf - DJK Unitas Haan 19:23 (10:11). Es war ein hart erkämpfter Arbeitssieg der Unitas-Handballer, denn in Lintorf bot das Haaner Spiel mehr Schatten, als Kai Müller lieb war. Daher blieb dem Trainer letztlich nur die Erkenntnis: "Das wird auch noch öfter vorkommen, denn die Mannschaft ist noch nicht so weit, wie es der eine oder andere glaubt." Die Leistung in der Defensive stimmte zwar noch einigermaßen zufrieden, dafür ließ die Unitas jedoch in der Offensive die gewohnte Durchschlagskraft vermissen. "Wir waren ein Stück weit zu behäbig", konstatierte Müller. Deshalb funktionierte auch das Umschalten von Abwehr auf Angriff nicht nach dem Geschmack des Trainers - die Anzahl der Tempogegenstöße ließ sich diesmal an einer Hand ablesen.

Gleich nach dem Anpfiff bekamen die Gäste zu spüren, dass ein schwerer Gang vor ihnen lag. Die Lintforter setzten sich schnell auf 4:2 (9.) ab - und Kai Müller beantragte seine erste Auszeit. Die brachte zumindest etwas Besserung, denn Marcel Billen und Thomas Sorgnit verkürzten auf 3:4 (10.). Erst sechs Minuten später schafften die Haaner jedoch den Ausgleich. Marcel Billen traf zum 7:7. Weil sich kurz danach TuS-Akteur Christoph Lesch eine Zeitstrafe einhandelte, gelang Christian Mohaupt in Überzahl mit dem Treffer zum 8:7 (20.) die erste Führung der Unitas. In der Folge bekamen die Haaner die Partie immer besser in den Griff. Gleichwohl wussten sie nicht zu glänzen, und deshalb hatten sie zur Pause lediglich mit 11:10 die Nase vorne.

Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste dann immer wieder vor. Raphael Korbmacher erzielte das 13:11 (34.), doch auch danach verpasste es seine Mannschaft, den Vorsprung weiter auszubauen. "Die Angriffsleistung hat nicht gepasst", stellte Kai Müller kurz und bündig fest. Bestes Beispiel: Lennard Austrup, sonst einer der Top-Werfer in den Reihen der Unitas, ging diesmal gänzlich leer aus. Und Marcel Billen, der mit schnellen Vorstößen sonst ebenfalls zu den Torjägern zählt, kam am Ende nur auf fünf Treffer - drei davon resultierten aus Siebenmetern, die anderen beiden aus dem gebundenen Spiel. "Irgendwie haben wir das richtige Timing nicht gefunden", begab sich Müller auf Ursachenforschung. Um mehr Druck auszuüben, wollte der Trainer von der 6:0Deckung auf eine 5:1-Variante umstellen, doch das Unterfangen ging er gar nicht erst an, da sich Marcel Obermeier just in dieser Phase eine Zeitstrafe abholte.

Zehn Minuten vor dem Ende markierte Moritz Blau das 18:20. Jan Lenzen verkürzte noch einmal auf 19:20 (51.). Danach gelang den Lintorfern jedoch kein Treffer mehr - daran änderte auch eine weitere Auszeit von Coach Christian Beckers nichts. Auf der anderen Seite bauten Raphael Korbmacher, Christian Mohaupt und Marcel Billen die Haaner Führung noch auf 23:19 aus.

Mit dem Erfolg behauptet die Unitas Rang zwei in der Oberliga, während die Lintorfer weiter die rote Laterne in ihren Händen halten. Nach der Begegnung entband der Klub Trainer Christian Beckers von seinen Aufgaben. Vorerst hat nun der Sportliche Leiter Kalle Töpfer auf der TuS-Bank das Sagen.

Quelle: RP
 
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