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Lokalsport
Haaner Tischtennis-"Oldies" holen die Bronzemedaille

Haan. Bei den Deutschen Meisterschaften der Herren 70 sorgte das Quartett für eine dicke Überraschung. Von Erdinc Özcan-Schulz

Einmal bei einer Deutschen Meisterschaft auf dem Siegertreppchen zu stehen und die Nationalhymne zu genießen - das ist wohl, unabhängig vom Alter, der Traum eines jeden Sportlers. Mit dem dritten Platz bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften in Erkelenz erfüllten sich die Tischtennis-Herren 70 plus des Haaner TV jetzt genau diesen Traum. Damit hätten sie selbst wohl am wenigsten gerechnet, weil schon der Westdeutsche Meistertitel und die Teilnahme an der Endrunde eine Überraschung war. "Bei den Deutschen Meisterschaften gelang uns ein echtes Husarenstück", sagte Wolfgang Hendrichs nicht ohne Stolz.

Der HTV galt für alle Experten als krasser Außenseiter. Gleich im ersten Vergleich mit Werder Bremen schien sich diese Meinung zu bestätigen - 1:4. Beim 1:3-Zwischenstand gegen den SSV Reutlingen hätten womöglich viele Wettbüros keinen Cent mehr auf die Mannschaft mit Achim Wolff, Werner Schott, Manfred Friedrich und Hendrichs gesetzt. Aber die vier drehten die Partie noch zum 4:3-Sieg.

Weil die Nervosität nun weg war, folgte gegen die TTG Torney-Engers (Rheinland) ein 4:1 und Haan schaffte als Gruppenzweiter den Einzug ins Halbfinale. Gegen Unterliederbach aus Rheinland-Pfalz, den Sieger der Parallelgruppe, erlitt Friedrich bereits im ersten Satz eine Verletung. Deshalb musste er sowohl das eben gestartete als auch das nächste Einzel kampflos abgeben. "Diesen Nachteil konnten wir nicht mehr ausgleichen", berichtete Hendrichs. Trotz starker Leistungen von Wolff und Schott unterlag Haan HTV mit 2:4.

Im kleinen Finale kam es zur Neuauflage des Gruppenduells gegen Bremen. Hendrichs bot direkt eine spektakuläre Leistung, musste sich jedoch trotz heftigen Widerstandes mit 2:3 geschlagen geben. Die Teamkameraden Wolff und Schott sorgten allerdings mit ihren Siegen für eine 4:1-Revanche und machten damit Bronze klar. Achim Wolff, der bei neun Siegen nur eine Niederlage kassierte, war außerdem der zweitbeste Spieler des gesamten Teilnehmerfeldes. Hendrichs nannte einen anderen Grund für den Erfolg: "Der freundschaftliche und kameradschaftliche Mannschaftsgeist."

Quelle: RP
 
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