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Handball: ME-Sport steht vor Umbruch

Lokalsport: Handball: ME-Sport steht vor Umbruch
Strippenzieher: Regisseur Moritz Hebel (mit Ball) kehrt aus Wülfrath zu seinem früheren Verein nach Mettmann zurück. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Der Oberligist hat vor allem junge Spieler in den neuen Kader geholt. Cheftrainer Jürgen Tiedermann ist zuversichtlich. Von Klaus Müller

Vor einer Woche ist der Handball-Oberligist Mettmann-Sport in die Vorbereitung für die Mitte September beginnende neue Saison 2017/18 eingestiegen. Und er wird ein intensives Programm bearbeiten. "Wir werden auch in den Sommerferien durchtrainieren, obwohl wir wissen, dass die Spieler nach und nach in den Urlaub fahren und zudem die Halle Herrenhaus drei Wochen nicht genutzt werden kann", sagt Markus "Bibo" Flieter, der Co-Trainer und Macher im Hintergrund.

Flieter macht deutlich, dass in dieser langen Vorbereitung auch Teambuilding-Maßnahmen eine wichtige Rolle spielen. So werden die Spieler im Fitnessstudio Trainingseinheiten durchführen, Kanu fahren, eine Kletterwand besteigen oder im Schwimmbad Übungen durchführen. Das Trainingslager führen die Handballer vom 1. bis 3. September in Mettmann durch. "Da gehört ein Besuch des traditionellen Heimatfestes auf dem Marktplatz mit einer intensiven Einheit am Bierstand zum Pflichtprogramm", merkt Flieter nicht ohne eine gehörige Portion Humor an.

Eine Woche vor dem Saisonauftakt gibt es am 9. September eine für Mettmanner Handballfans besondere Partie. "Der aktuelle Oberliga-Kader trifft im Herrenhaus auf eine Auswahl Mettmanner Handball-Legenden. Das wird bestimmt eine tolle Sache. Da freue ich mich riesig drauf", betont Flieter. So werden unter anderem die in der hiesigen Szene bekannten Lars Böhmer, Stefan Eikelmann und Dietmar Scholz im Legenden-Team stehen.

Bis dahin soll aber in der Vorbereitungsphase zunächst eine Menge Schweiß fließen. Flieter hofft, dass Mettmann-Sport in der kommenden Saison etwas besser abschneidet als in der vergangenen Spielzeit mit dem siebten Tabellenplatz. Dabei ist er in der Zielsetzung trotzdem nicht besonders forsch: "Ein Platz im oberen Mittelfeld wäre ganz schön. Dass würde für mich eine Platzierung unter den ersten sechs der Tabelle bedeuten."

Jürgen Tiedermann, der Cheftrainer und Sportliche Leiter, mag sich nicht auf einen konkreten Tabellenplatz festlegen. Er wählt einen anderen Ansatz: "Wir wollen attraktiven Handball bieten und hoffen, dass die Halle Herrenhaus regelmäßig voll ist." Er weiß, dass Mettmann eine Handballstadt ist und die Fans zahlreich kommen, wenn das Oberliga-Team ehrliche Arbeit abliefert. Tiedermann blickt zugleich realistisch in die nähere Zukunft: "Wir stehen durch den Weggang einiger wichtiger Spieler vor einem Umbruch im Kader. Da wir uns aber mit mehreren jungen Handballern, die spielerisch und charakterlich passen, verstärkt haben, bin ich recht zuversichtlich, dass wir mit einem ehrgeizigen Team in die Saison gehen." Es sei abzuwarten, wie schnell der Integrationsprozess der neuen Spieler verläuft. Dabei sei sicherlich auch Geduld gefragt.

Die Torhüter Kamil Bily (berufliche Gründe) und Matthias Piecuch (Kreuzbandriss, beendet Karriere) sind nicht mehr dabei. Verletzungsbedingt steht zudem Marc Hellbeck nicht mehr zur Verfügung. Jan Schirweit wechselte zum Drittliga-Absteiger SG Langenfeld. Tim Wittenberg zog es zum Oberliga-Meister DJK Adler Königshof, während Bastian Munkel in die 3. Liga zum Leichlinger TV wechselt.

Die Verantwortlichen haben sich gezielt um Neuzugänge bemüht und unter anderem gleich drei neue Torleute verpflichtet. Von der A-Jugend des Bergischen HC (Bundesliga) kommt der talentierte Kenneth Hubicki (17) und Simon Hüttel (HSG Velbert/19) sagen viele eine erfolgreiche Zukunft als Keeper voraus. Der erfahrene Jan Sippli vom Lokalrivalen TB Wülfrath komplettiert das Torwart-Trio. Ein Eigengewächs der Mettmanner ist Mittelmann Moritz Hebel (zuletzt ebenfalls TB Wülfrath). Philippe d'Avoine kommt aus der A-Jugend des Bergischen HC. Vom MTV 61 Elberfeld wechselt Dario Tantillo (davor Cronenberger TG) nach Mettmann. "Einigen jungen Spielern aus der A-Jugend, die sich zunächst in der Zweiten bewähren sollten, ist der Weg in den Oberliga-Kader nicht verschlossen", erklärt Flieter. Tiedermann ergänzt den personellen Stand der Dinge: "Wir suchen zudem noch zwei gestandene Spieler, die uns weiter helfen."

Quelle: RP
 
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