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Volleyball
HAT-Volleyballer erleben ein Wechselbad der Gefühle

Mettmann. Nach starkem Start und einem katastrophalen Durchhänger verlieren die Hildener das Verbandsliga-Duell gegen die SG Solingen/Langenfeld. Von Elmar Rump

Hildener AT - SG TSG Solingen/SG Langenfeld 1:3 (25:20, 23:25, 11:25, 25:27). Das war für Hildens Volleyballer ein Verbandsliga-Derby mit Höhen und Tiefen. Nach starkem ersten Satz und einem desolaten dritten Durchgang hätte der Tabellenletzte das Blatt im vierten Spielabschnitt noch wenden können. Doch am Ende machte Mark Nahrstedt den Unterschied. Der Spieletrainer der Gäste glich nach der Hildener Führung durch Adrian Schoben zum 25:25 aus und sorgte höchstpersönlich für das 25:26. Als sich beim nächsten Ballwechsel Guido Baum und Jan Eicker in der Annahme nicht einigen konnten, war der Sieg der Spielgemeinschaft perfekt.

"Wir haben schwach begonnen, im zweiten und dritten Satz aber besser aufgeschlagen und dadurch mehr Druck auf den Gegner ausgeübt. Der vierte Satz verlief ausgeglichen, zum Schluss waren wir einen Tick konsequenter", urteilte Nahrstedt. Dessen Gegenüber Jahan Ketabchy musste erstmals in dieser Saison selbst ins Geschehen eingreifen. Im vierten Satz als Libero für den fehlenden Thorsten Drach. Der 51jährige HAT-Übungsleiter sagte nach der Begegnung: "Die Leistung im ersten Satz waren wirklich gut. Danach hatten wir Probleme in Annahme und Abwehr. Der dritte Satz war eine Katastrophe. Im vierten Satz haben wir uns gesteigert und waren wieder dicht dran. Leider hat es am Ende nicht gereicht."

Im ersten Durchgang machte die HAT noch vieles richtig. Die 1:0-Satzführung durch den entscheidenden Punkt von Niklas Pfersdorf ging in Ordnung. Zufrieden schauten da auch noch die in der Zwischenzeit zurückgetretenen Routiniers Jan Garbe-Immel und Volker Hütz drein. "Wir sind nach dem gewonnenen ersten Satz oft schon zu früh zufrieden, dabei brauchen wir noch zwei weitere Sätze, um das Match zu gewinnen. Da fehlte uns auch heute das nötige Durchsetzungsvermögen", sagte hinterher Kapitän Adrian Schoben. Tatsächlich gerieten die Einheimischen gleich 1:6 in Rückstand, kamen in der Folge wieder heran, lagen sogar 23:22 vorne, bevor die Solinger den Spieß noch herum drehten.

Im dritten Spielabschnitt bekamen die Hildener kaum etwas auf die Reihe, wurden von den jetzt entschlossener wirkenden Gästen über deren 10:3 und 18:8-Führung förmlich abgeschossen. "Wir hatten keine gute Blockarbeit, waren leicht auszurechnen, weil wir nur über die Außenpositionen angriffen und auch die Motivation war ziemlich im Keller", blickte Jahn Ketabchy mit Grausen auf diesen dritten Satz zurück.

Das Beste zu diesem Zeitpunkt: Die HAT-Fans, die ihre Mannschaft ohnehin während der gesamten Partie lautstark unterstützten. Dadurch angespornt, steigerten sich die Hildener im vierten Abschnitt, lagen zwischenzeitlich sogar 11:7 und 18:6 vorne. Selbst wenn Oliver Hüllenkremer, Niklas Pfersdorf, Jan Eicker, Guido Baum oder Adrian Schoben manch umjubelter Punktgewinn gelang: Nach wenig mehr als anderthalb Stunden fehlte der nötige Ertrag, um im Abstiegskampf Boden gutzumachen.

Hildener AT: Hüllenkremer, Schoben, A. Schmidt, Baum, Pfersdorf, Eicker, Neumann, Fellrath, F. Schmidt, Ketabchy.

Quelle: RP
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