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Kanu
Heißer Ritt auf Kaituna River

Kanu: Heißer Ritt auf Kaituna River
Janik Hohmann bereitet sich akribisch auf die nächsten Qualifikationsrennen für die deutsche U 23-Nationalmannschaft vor. FOTO: KC Hilden
Tauranga/Hilden. Unter traumhaften Bedingungen im Kanu trainieren - Janik Hohmann vom KC Hilden erfüllt sich diesen Wunsch derzeit bei einem Arbeitsaufenthalt in Neuseeland. Von Marlena Bodewein

Während sich die heimischen Temperaturen schnellen Schrittes dem Gefrierpunkt nähern und die Trainingsbedingungen in Hilden eher frostig und nass sind, befindet sich Janik Hohmann an einem der aktuellen Hotspots für Kanufahrer: den Okere Falls im Neuseeländischen Okere, 40 Minuten entfernt von Tauranga, dem Heimatort der olympischen Silbermedaillengewinnerin Luuka Jones.

Neben Weltklassesportlern wie dem aktuellen Weltcup-Gesamtsieger Vit Prindis und dem ehemaligen Weltmeister und Olympiamedaillengewinner Vavrinec Hradilek begeben sich noch zahlreiche weitere Paddler gemeinsam mit Hohmann aufs wilde Wasser.

Der Kaituna River und die sich auf ihm befindenden Okere Falls sind weltweit nicht nur unter Paddlern bekannt. Dort vorhandene Wettkampftore werden von neuseeländischen Slalom-Kanuten zur Vorbereitung auf wichtige Wettkämpfe genutzt. Aber auch immer mehr europäische Athleten begeben sich auf die weite Reise, um das hervorragende Wildwasser und die wunderschöne Landschaft zu genießen. So auch Janik Hohmann vom Kanu-Club Hilden. Nach dem Abitur flog er Ende Oktober nach Neuseeland um dort durch "Work and Travel" das Land zu entdecken und sich bei exzellenten Bedingungen auf die neue Wettkampfsaison in Deutschland vorzubereiten. Dafür wurde ihm von den Stadtwerken Hilden extra ein neues Boot zur Verfügung gestellt, welches kurz vor Abflug gerade noch rechtzeitig ankam.

Neben zahlreichen Trainingseinheiten bei über 20 Grad bot ihm der Kaituna River noch ein weiteres Highlight. "Ich bin jetzt meinen ersten Wasserfall gefahren - fünf Meter oder so, hat richtig Bock gemacht", berichtet Hohmann begeistert. Bevor er zu seinem aktuellen Aufenthaltsort aufbrach, trainierte er zuvor bereits an zwei weiteren Orten. Im vor erst einigen Jahren neu erbauten Vector Wero Wildwater Park in Auckland begann seine Reise. Dort konnte er schon einige Erfahrung für das bald stattfindende Wildwater XL sammeln. Dabei handelt es sich um ein großes Kanu-Festival mit Wettkämpfen in verschiedensten Disziplinen, an denen auch viele internationale Topsportler teilnehmen.

Nach dem Training in Auckland nahm Hohmann in Tauranga an einem Parallelslalom teil. Bei diesem für den Zuschauer sehr spannenden Wettkampfformat treten je zwei Sportler auf einem identischen Kurs zeitgleich gegeneinander an. Der Sieger des Duells erreicht die nächste Runde. In den Qualifikationsläufen hatte Hohmann noch jeweils mit der absoluten Bestzeit geglänzt. Im Halbfinale unterlief ihm dann jedoch ein kleiner Fehler. Aufgrund einer Torstabberührung verlor er sein Duell und qualifizierte sich somit nur für das B-Finale. Dieses entschied er dann jedoch für sich und sicherte sich somit die Bronzemedaille.

Noch bis März bereist Hohmann das kleine Land, entdeckt traumhafte Landschaften und wilde Flüsse und bereitet sich dabei auf die Qualifikationswettkämpfe für die U 23Nationalmannschaft im kommenden Frühjahr vor. In der kommenden Saison will der Hildener Kanute noch einmal angreifen. Die Trainingsbedingungen vor Ort könnten kaum besser sein. Neben dem Training will er "das Land bereisen, neue Freundschaften knüpfen und viel erleben". Janik Hohmann blickt erwartungsvoll in die Zukunft.

Quelle: RP
 
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