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Leichtathletik
Hildanuslauf: Sieger stellt neuen Rekord auf

Hilden. Rund 1000 Sportler machen in diesem Jahr mit. Die 22. Auflage ist vielleicht die letzte, weil die finanzielle Unterstützung fehlt. Von Nicole Kuska

Startbereit warten die Läufer des Zehn-Kilometer-Laufs an der Linie. Einige von ihnen machen noch ein paar Aufwärmübungen. Mit dreiminütiger Verspätung ruft der Moderator: "Auf die Plätze." Dann gibt Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings den Startschuss ab und eröffnet das Rennen. Blitzschnell rennen die Läufer los. Es bildet sich unmittelbar nach dem Start eine schlangenähnliche Laufreihe, die Nikki Johnstone im blauen TShirt anführt. Dicht gefolgt von Torsten Graw im roten Trikot.

Die Leichtathletikabteilung des TuS 96 und die LG Stadtwerke Hilden veranstalteten auf der Bandsbusch-Anlage die 22. Auflage des Hildanuslaufs mit acht Wettkämpfen unterschiedlicher Streckenlängen für Schüler, Kindergartenkinder und Erwachsene. Während die Schüler je nach Alter eine Strecke von einem oder fünf Kilometer absolvierten, liefen die Kita-Kinder 400 Meter. Ambitionierte Sportler und Hobbyläufer konnten zwischen dem Fünf-Kilometer-Fitnesslauf und dem Zehn-Kilometer-Hauptlauf wählen.

In diesem Jahr wuchs die Zahl der Teilnehmer an. "Wir hatten 850 Voranmelder und über einhundert Nachmelder. Vermutlich liegt es daran, dass wir jedes Jahr versuchen, den Hildanuslauf professioneller zu machen", erklärt Florian Frieges vom Organisationskomitee der LG Stadtwerke Hilden. Unter Umständen war der diesjährige Hildanuslauf aber der letzte. "Wir haben dieses Jahr nicht mehr die gleiche finanzielle Unterstützung der Stadt Hilden bekommen, wie in den vergangenen Jahren. Zwei Wochen vor diesem Lauf haben wir davon erfahren, sodass zunächst auch nicht klar war, ob der diesjährige Lauf stattfinden wird", berichtet Frieges. Michael Wegmann, Vorsitzender des TuS 96 ergänzt: "Wenn es wie dieses Jahr abläuft, dann kann der Hildanuslauf nächstes Jahr nicht mehr stattfinden. Wir werden uns bis zum Ende des Jahres mit der Verwaltung der Stadt Hilden zusammensetzen und darüber sprechen, ob der Lauf nächstes Jahr wieder veranstaltet wird." Von Seiten der Zuschauer und Teilnehmer sei das Interesse groß. "Trotz des eher mäßigen Wetters sind sehr viele Besucher da und an den hohen Teilnehmerzahlen sehen wir den Bedarf", erklärt Frieges.

Der Hauptlauf besteht aus fünf Runden über jeweils zwei Kilometer. "Die Bestzeit hatten wir im letzten Jahr mit 31:57 Minuten", tönt es aus dem Mikrofon. Mittlerweile hat Johnstone seinen Vorsprung enorm ausgebaut. Nach der ersten Runde holt er die langsamste Teilnehmerin ein und überrundet sie. Bis kurz vor dem Ende des Laufs scheinen die ersten drei Plätze festzustehen. Doch noch im Verlauf des Rennens überholt der viertplatzierte Daniel Eichhorn seinen Vordermann. Kurz bevor die 31. Minute begonnen hat, rast Johnstone als Erster in Richtung Ziel. Das Publikum feuert den gebürtigen Schotten an, denn er ist nur knapp von einem neuen Streckenrekord entfernt. Auf den letzten Metern gibt er noch einmal alles und erreicht das Ziel in 31:55 Minuten, das bedeutet Bestzeit - der Streckenrekord ist gebrochen, die Freude entsprechend groß beim Sieger. "Ich bin überglücklich über meine Leistung und habe gar nicht mit dem ersten Platz gerechnet. Auf so einer Veranstaltung bin ich jetzt lange nicht mehr gelaufen", erzählt Nikki Johnstone.

Torsten Graw ist mit Rang zwei ebenfalls sehr zufrieden. "Ich hatte sehr lange eine Verletzung und habe momentan großen Umzugsstress. Deshalb ist das hier echt ein gutes Lauf-Comeback für mich", findet er. Der drittplatzierte Daniel Eichhorn erreicht seine persönliche Bestzeit. "Besser hätte es nicht laufen können. Beim Hildanuslauf finde ich die Organisation sehr gut und als Läufer wusste man zum Beispiel immer, wo man entlanglaufen muss", lobt Eichhorn auch das Ausrichterteam.

Quelle: RP
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