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Basketball
Hildener Rumpfteam schlägt sich wacker

Mettmann. Der TuS 96 hat in der Partie gegen den Deutzer TV nur eine dezimierte Truppe zur Verfügung. Die hält gegen den Spitzenreiter der 2. Regionalliga lange mit, kann die Niederlage letztlich aber nicht verhindern. Von Elmar Rump

TuS Hilden - Deutzer TV 69:81 (36:42). Allen Respekt vor dem Auftritt der Hildener, die mit ihrer Mini-Besetzung dem Tabellenführer alles abverlangten. Während Gäste-Trainer Omar Collington mit zwölf Akteuren anreiste, trat der TuS nach den Ausfällen von Jörg Holtz (verletzt), Hendrik Merckens (beruflich verhindert) und Michael Mulde (erkrankt) nur mit deren acht an. Über die volle Distanz ging indes nur ein halbes Dutzend Aufrechter.

Ahmed Kaichouhi nahm aufgrund einer Erkältung die Partie gehandicapt in Angriff und nach dem ersten Viertel konnte sich Spielertrainer Cem Karal (Rückenbeschwerden) in der Folge nicht mehr wie gewohnt in Szene setzen. Davon unbeeindruckt erwies sich das Schlusslicht über weite Strecken als unangenehmer Gegner. DTV-Center Tommy Warnecke, der ehemaliger Hildener trumpfte mit 17 Punkten an alter Wirkungsstätte stark auf, urteilte: "Der TuS hielt den Ball lange in den eigenen Reihen, schloss nur selten überhastet ab. So konnten wir unsere eigentliche Stärke, nämlich schnelle Gegenstöße, lange Zeit nicht einbringen. Alles in allem ist unser Sieg aber hochverdient. Für mich persönlich war es schon ein besonderes Spiel gegen die alten Kollegen."

Cem Karal und Alex Blankenstein mit einem Dreier sorgten für die 5:2Führung. Nach knapp fünf Minuten - der beste Hildener Andreas Samus hatte sein Team gerade 9:8 nach vorne gebracht - nahm Collington seine erste Auszeit. Wenig später lag seine Mannschaft durch Warneckes ersten zwei Punkte wieder vorn. Weil Karal mit seinem letzten Korberfolg auf 19:20 verkürzte, blieb der TuS nach Ablauf des ersten Viertels dicht dran.

Auch im zweiten Durchgang überzeugten die Einheimischen mit Einsatz und konsequenter Defensivarbeit. Samus versenkte gleich zu Beginn zwei Dreier. Der TuS führte 25:24 (12.), versäumte es aber in der Folge nachzulegen, weil selbst einfach Korbleger misslangen. Dennoch schien der Außenseiter zur Halbzeit noch gut im Rennen, auch weil Burak Battal mit einem Dreier zwischenzeitlich wieder auf 34:38 (18.) verkürzte.

Zu Beginn des dritten Viertels legten die Kölner den Grundstein zum Sieg. In erster Linie Micha Demberg, der in dieser Phase alle acht Punkte zur 50:40-Führung erzielte, war vom TuS kaum zu kontrollieren. Dennoch ließ der zunächst nicht locker. Moral und Einstellung stimmten - Kaichouhi mit einem Dreier und Samus verkürzten wieder auf 53:59 (28.). Doch der Klassenprimus gab die Partie nicht mehr aus der Hand, führte nach 30 Minuten mit 62:55 und gewann aufgrund seiner individuellen Klasse auch den letzten Spielabschnitt mit 19:14.

"Dass wir uns gut verkauft haben, dafür gibt es am Ende keine Punkte. Der Plan, in der Offense lange Ballbesitz zu haben und unnötige Fehler zu vermeiden, ging aber lange Zeit auf. So haben wir schnelle Gegenstöße des Gegners verhindert. Auch der Umstand, dass wir zwangsläufig ohne gelernten Center auskommen mussten, war für Deutz eher ungewohnt", bilanzierte Cem Karal. Co-Trainer Jörg Holtz ergänzte: "Gegenüber der Niederlage in Kamp-Lintfort waren Einstellung und Einsatzwille viel besser. Nur so konnten wir Deutz Paroli bieten. Dass wir mit unserer dezimierten Truppe das Tempo nicht ganz bis zum Schluss durchhalten konnten, ist irgendwie nachvollziehbar."

Quelle: RP
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