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Handball
Jurek Tomasik wird neuer Unitas-Trainer

Haan. Der Nachfolger von Chefcoach Ronny Lasch steht jetzt fest. Derzeit betreut Tomasik noch den Oberliga-Rivalen TV Lobberich. Ab dem Sommer soll er die Haaner Handballer zu mehr Kontinuität führen. Von Birgit Sicker

Nach der Entscheidung, den Vertrag von Ronny Lasch nicht zu verlängern, haben die Verantwortlichen der DJK Unitas Haan die Nachfolgefrage recht zügig geregelt. Und einen Trainer verpflichtet, der sich in der Handball-Oberliga bereits gut auskennt. Denn im Sommer kommt Jurek Tomasik, der aktuell noch den Liga-Rivalen TV Lobberich betreut. Erst vor drei Wochen kassierten die Haaner in Lobberich eine deutliche 20:30-Niederlage. Während das Lasch-Team derzeit immer noch die rote Laterne in seinen Händen hält, behauptet Lobberich derzeit Rang zehn. Und Tomasik geht mit einem weinenden Auge. "Es ist eine Zeit, die ich nicht missen möchte. Mein Herz bleibt hier. Ich werde mit dem Verein und der Mannschaft verbunden bleiben. Der TV Lobberich hat sich in der Oberliga stabilisiert und einen Namen gemacht. Der Verein hat sich nicht irritieren lassen, auch wenn wir durch Täler gegangen sind", sagte der Coach unlängst im Interview.

Jetzt aber zieht es Jurek Tomasik wieder in den Kreis Mettmann. Zunächst betreute er einige Jahre das Frauen-Team des TB Wülfrath, übernahm in der Saison 2009/2010 die Herrenmannschaft in der Oberliga. Nach einer Spielzeit war hier allerdings Schluss - zu unterschiedlich waren da die Auffassungen von Verein und Trainer.

Nun baut die Unitas auf die Erfahrung von Jurek Tomasik. "Er ist ein akribischer Arbeiter. Ich denke, dass er die Jungs weiterbringt", erklärt Martin Blau. Der Haaner Vorsitzende betont: "Das ist ein gestandener Trainer. Einer, der auch weiß, was er möchte." Deshalb setzen die Verantwortlichen des Klubs auf eine längerfristige Zusammenarbeit. "Wir wollen in die Truppe Kontinuität, aber auch mehr Dynamik reinbekommen, sie aufbauen und zu einer ansprechenden Leistung entwickeln", sagt Blau. Eine Aufgabe also, mit der sich Tomasik auskennt. "Im Prinzip machen wir einen Neustart", gesteht Blau. Denn die beiden ersten Jahre nach dem Aufstieg in die Oberliga verliefen nicht ganz nach dem Geschmack der Unitas-Führungsetage, aber auch der Fans. "Das war eine Zeit, die nicht ganz so glücklich war. Aber jetzt zeichnen sich andere Voraussetzungen ab, deshalb blicken wir optimistisch in die Zukunft." Damit spielt der Vorsitzende auf die leidige Hallenfrage in dieser Saison an. Weil die Halle an der Adlerstraße als Erstaufnahmelager für Flüchtlinge diente, war sie für den Sportbetrieb gesperrt. Mit fatalen Folgen, denn die Unitas-Handballer stürzten nicht zuletzt wegen der wesentlich schlechteren Trainingsbedingungen auf den letzten Platz ab. Der Klassenerhalt ist dennoch sicher, weil mit dem TV Jahn Hiesfeld, der seine Mannschaft kurz vor dem Meisterschaftsauftakt zurückzog, der erste und einzige Absteiger feststeht. Anfang März können die Sportler jedoch, wenn der Plan der Stadt Haan aufgeht, wieder in die angestammte Heimstätte zurückkehren.

Der neue Trainer ist also verpflichtet. Jetzt stehen die Gespräche mit den Spielern an. Und es zeichnet sich ab, dass das Gros der Mannschaft wohl zusammenbleibt. Mittelfristig will der Verein dann einige Talente einbauen. "Wir wollen attraktiven Handball spielen", nennt Martin Blau das Ziel. In dieser Saison wollten die Haaner eigentlich den Sprung in die neue Nordrheinliga schaffen. Ein Unterfangen, was in weite Ferne rückte. Doch die Verantwortlichen haben sich längst mit dem Verbleib in der Oberliga angefreundet. "Die Fahrten sind nicht so weit und die vielen Derbys locken mehr Zuschauer", hebt Blau die Vorteile hervor. Denn die Halle an der Adlerstraße soll wieder zur gefürchteten "Hölle" mutieren.

Quelle: RP
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