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Kampfsport
Karate-Talent will in den Landeskader

Erkrath. Magnus Mesters ist Landesmeister seiner Altersklasse geworden. Am Wochenende stehen die Deutschen Meisterschaften an. Von Nicole Marschall

Magnus Mesters ist gerade 13 Jahre alt geworden und trägt schon so einige Titel: Der junge Kumite-Karatekämpfer ist Erkrather Stadtmeister, Düsseldorfer Bezirksmeister und seit September sogar NRW-Landesmeister.

Zwei große Wettkämpfe stehen für Magnus Mesters in diesem Jahr noch aus: die Deutschen Meisterschaften in Ludwigsburg am kommenden Wochenende und der Fairplay Pokal in Köln am 28. November. Das bedeutet für den 13-jährigen Schüler aus Haan: noch mehr Training. Bei steht er in wettkampffreien Zeiten schon acht Stunden pro Woche auf der Matte. "Vor Wettkämpfen wird das Training vier Wochen lang gut 40 bis 50 Prozent intensiviert", erklärt sein Vater Matthias Mesters, der mit ihm jede Woche rund 250 bis 300 Kilometer zurücklegt, um den talentierten Nachwuchs-Kämpfer zu seinen Lehrmeistern zu bringen. Strecken zu Wettkämpfe sind da noch nicht mit eingerechnet. "Solange es den Kindern Spaß macht, sollte man das unterstützen", sagt er zu dem erheblichen Zeitaufwand, den er und seine Frau in die sportliche Karriere des Sohnes investieren.

Magnus Mesters trainiert in der von Peter Schubert geleiteten Karateabteilung "KarateDo" des TuS Erkrath und bei Landestrainerin Susanne Nitschmann in Kempen am Niederrhein. Zurzeit hat er den zweiten Blauen Gürtel (4. Kyu) und will im Dezember - in der Wettkampfpause - die Prüfung zum ersten Braunen Gürtel (3. Kyu) ablegen. Sein großes Ziel ist es, 2016 in den Kumite-Landeskader von Nordrhein-Westfalen aufgenommen zu werden. Darauf bereiten ihn TuS-Trainer Herbert Büsing und die Kempener Kader-Training vor.

Magnus ist bereits zweimal Stadtmeister von Erkrath geworden und in diesem Jahr zunächst Düsseldorfer Bezirksmeister, dann im September NRW-Landesmeister im Kumite in der Altersklasse U14 und der Gewichtsklasse bis 53 kg. Und Mitte Oktober konnte er bereits den nächsten Erfolg verbuchen: "Beim Internationalen Top Fighter Cup in Höchst im Odenwald kam er ungeschlagen ins Finale und musste sich letztlich nach einem spannenden 2:2 mit Platz zwei zufriedengeben", berichtet TuS-Trainer Büsing, der den heute 13-jährigen Gymnasiasten seit sieben Jahren trainiert, nicht ohne Stolz. Zunächst habe Magnus Kata-Übungsformen trainiert, sei dann aber auf Büsings Rat zum Kumite gewechselt. Mit Erfolg, wie man sieht.

"Wir haben mehrere Top-Kämpfer im Team", sagt der Trainer. Eine frühe Talentsichtung und -förderung sei dabei entscheidend. Letztere gehe nicht ohne die Eltern, sagt er: "Gras muss man langsam wachsen lassen. Dran ziehen bringt nichts."

An den Tagen, an denen Magnus Mesters kein Karate-Training hat, spielt er Fußball bei der SSVG Haan - im Jahr 2014 war er sogar in der Leistungsklasse aktiv. Doch die Doppelbelastung war dann doch zu viel des Guten. Das Fußball-Training hat er inzwischen auf rund vier Wochenstunden reduziert. Dennoch bleibt nicht viel Zeit, Freunde zu treffen, gibt er zu, versichert aber: "Der Sport macht mir aber genug Spaß." Außerdem trifft er seinen Kumpel Mick Möß eh regelmäßig beim TuS: Mick trainiert ebenfalls Karate und ist für Magnus ein idealer Sparrings-Partner. Beim Internationalen Top Fighter Cup kam er auf Platz vier.

In den Sommerferien fliegt Magnus übrigens meist mit seinen Eltern und seinem vierjährigen Schwesterchen Marla nach Fuerteventura. Statt Karate und Fußball stehen dort dann Wellenreiten und Kitesurfen auf dem Sportprogramm.

Quelle: RP
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