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Basketball
Kein Durchkommen für den TuS Hilden

Mettmann. Die Basketballer müssen in eigener Halle die Überlegenheit der DJK Adler Frintrop anerkennen. Der Spitzenreiter der 2. Regionalliga drückt der Begegnung von Beginn an seinen Stempel auf und führt schon zur Pause deutlich. Von Elmar Rump

TuS Hilden - DJK Adler Frintrop 53:76 (29:45). Der bis dahin ungeschlagene Aufsteiger aus Essen legte in der Stadtwerke Hilden Arena gleich mal eine 8:0-Führung vor. Ein frühes Indiz dafür, dass auch der siebte Spieltag in der 2. Basketball-Regionalliga mit einem Sieg gekrönt werden sollte. TuS-Spielertrainer Cem Karal hatte zwangsläufig Redebedarf. Nach der Auszeit verkürzten Lennart Klever, Ahmed Kaichouhi und Jörg Holtz tatsächlich auf 6:8 (5.). Die Hildener schienen für zwei, drei Minuten auf Augenhöhe, ehe Kevin Kern (15) und der mit 30 Punkten beste Frintroper Schütze, Carsten Bartels, Aufbauspieler Tim Doll und Spielertrainer Sebastian Rathjen binnen drei Minuten auf 17:6 erhöhten. Weil Alex Blankenstein noch einen Dreier traf, "verkürzten" die Gastgeber am Ende des ersten Durchgangs auf 9:21.

Bereits nach den ersten zehn Minuten deutete sich an, dass der Tabellenführer über die größere individuelle Qualität verfügt. "Ich habe meiner Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass wir nur bestehen können, wenn heute jeder 120 Prozent gibt. Das hat allerdings nicht funktioniert, weil wir uns durch die spielerische Klasse und körperliche Präsenz der Essener schon früh beeindrucken ließen", fasste Karal zusammen. Dem angeschlagen ins Spiel gegangenen Coach fehlte auch noch der kurzfristig ausgefallene Dominik Polynice im Spielaufbau. Zweifellos ein Handicap. Nur, an der Niederlage hätte auch das Mitwirken von Polynice nichts geändert. Zu dominant traten die Frintroper auch in der Folge auf.

Mit erfolgreichen Würfen von jenseits der Drei-Punkte-Linie erhöhten Bartels und Kern zu Beginn des zweiten Viertels auf 29:10. Gegen das schnelle Passspiel und die Treffsicherheit der Gäste fehlten dem TuS Handlungsschnelligkeit sowie die körperliche Robustheit und Cleverness in Eins-gegen-eins-Situationen. "Die spielen wie im Training", meinte treffend ein TuSFan auf der Tribüne. Da aber Adam Mekki (2) und Kaichouhi mit Drei-Punkte-Würfen erfolgreich waren, verloren die Hildener den zweiten Durchgang nur mit 20:24.

Im dritten Abschnitt kam der TuS durch Kaichouhis Dreier noch einmal auf 38:50 (25.) heran. Der Start zu einer Aufholjagd war das indes nicht. In erster Linie Sebastian Rathjen setzte mit seiner Dynamik und seinen genauen Pässen die gegnerische Defense immer wieder unter Druck. Davon konnten sich die Einheimischen erst im 11:11 endenden letzten Viertel befreien. "In den letzten zehn Minuten kamen die Jungs aufs Feld, die sonst nicht so viele Spielanteile haben. Die haben ihre Sache gut gemacht, genauso wie unsere Stammformation, die erneut überzeugend aufgetreten ist. Deshalb geht unser Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung", bilanzierte der im Sommer von den Düsseldorfer Giants (1. Regionalliga) gekommene Rathjen. Der Spielertrainer verfügt ebenso wie fünf weitere Teamkollegen über höherklassige Erfahrung und die entsprechende Basketball-Qualität.

"Heute war der Gegner eine Nummer zu groß für uns", zeigte sich Karal als fairer Verlierer und Routinier Ahmed Kaichouhi ergänzte: "Das schnelle Passspiel der Frintroper konnten wir nur selten unterbinden. Und wenn du dann auch noch gleich fünf Spieler gegen dich hast, die zuvor zumindest in der 1. Regio aktiv waren, dann wird es richtig schwer."

Quelle: RP
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