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Leichtathletik
Kleine Sportler rennen um die Wette

Leichtathletik: Kleine Sportler rennen um die Wette
Katarzyna (595) stürmt vorneweg. Elias (587) folgt auf dem Fuß, während es Gabriela (Mitte, rote Mütze) etwas langsamer angehen lässt. FOTO: Olaf Staschik
Mettmann. Der Startschuss für die Winterlaufserie der HAT fällt. Zum dritten Mal organisiert der größte Hildener Verein auch einen Bambini-Lauf. Für den Nachwuchs steht der Spaß im Vordergrund - und alle wollen im Ziel ankommen. Von Nicole Kuska

Hilden Wie ein Frosch hüpft Helferin und Läuferin Sarah (15) von der Hildener AT eine ungefähr hundert Meter lange Strecke im Wald entlang. Hinter ihr sind zwölf Kinder im Alter von drei bis neun Jahren, die fröhlich hinterher hüpfen und "Quak, Quak", rufen. "Die nächste Runde hüpfen wir seitlich", erklärt Sarah den Kindern. Und wieder hüpft sie als Erste und die Kinder machen es ihr nach. Im Hintergrund zwitschern leise einige Vögel.

Die Kinder bereiten sich auf den Bambini-Lauf der Hildener AT vor. 430 Meter ist die Strecke lang, die sich mitten im Wald an der Elberfelder Straße am Vereinsgelände des TC Stadtwald befindet. "Mit dem Lauf möchten wir den Kindern Spaß am Sport vermitteln. Die kurze Strecke ohne Berge ist für die kleinen Beinchen genau richtig", erklärt Claudia Klaffl, Leiterin der Leichtathletik-Abteilung der HAT. Der Lauf gehört zur dreiteiligen Winterlaufserie. Im Zwei-Wochen-Takt rennen die Kleinsten um die Wette. Am Ende gibt es eine Siegerehrung mit Urkunden und einen Pokal für den schnellsten Läufer: "Die drei Läufe werden zusammen gewertet. Jeder Teilnehmer soll mit Freude laufen und kann sich durch die drei Läufe stetig verbessern, sodass jeder Erfolgserlebnisse hat", sagt Klaffl.

Gabriela (5) und Katarzyna (7) freuen sich schon auf den Bambini-Lauf. Mutter Agnieszka Koziel klebt den beiden Schwestern ihre Startnummern auf das blaue Läufertrikot. Katarzyna hat die Nummer 595 und nimmt bereits zum dritten Mal an der Winterlaufserie teil. "Ich habe schon ein bisschen geübt und bin im Kindergarten und Verein gelaufen. Ich möchte gerne gewinnen", sagt sie. Ihre Schwester Gabriela macht zum zweiten Mal mit. "Die beiden mögen Sport sehr gerne und laufen sehr viel. Beim letzten Mal ist Katarzyna in ihrer Altersklasse sogar Dritte geworden", berichtet Vater Lukasz Koziel.

Dann geht's zur Startlinie, wo sich Eltern und Läufer versammeln. Es sind nur noch wenige Minuten, bis es losgeht. Elias (6) streift sich noch schnell sein Trikot über. "Ich bin mit meinem Vater bei schönem Wetter schon mehrmals die Laufstrecke gelaufen, um zu trainieren. Mir macht das Laufen viel Spaß und deshalb bin ich jetzt das dritte Mal dabei", erklärt Elias. Sein Vater Daniel Hasselbring unterstützt seinen Sohn: "Ich werde gleich am Zieleinlauf stehen und meine Frau feuert den Elias beim Start an."

Die kleinen Sportler stehen jetzt in einer Reihe an der Startlinie und wärmen sich zu einer fröhlichen Musik auf. Sie springen auf dem weichen Waldboden und stampfen mit den Füßen. Einige der Kinder wirken etwas nervös. "Seid ihr alle fit?", fragt Trainerin Claudia Klaffl die Kinder. "Ja", rufen alle gleichzeitig im Chor. Moderator Henning von der Ahe erklärt noch einmal schnell alles Organisatorische: "Da fährt gleich einer mit der gelben Jacke auf dem Fahrrad vor, und dem müsst ihr nach dem Startschuss hinterherlaufen. Ihr könnt natürlich auch versuchen den zu überholen, wenn ihr es schafft", erklärt Henning von der Ahe, Abteilungsleiter der Triathlon-Abteilung der Hildener AT.

Dann geht plötzlich alles ganz schnell. Der Startschuss aus der Pistole ertönt und alle laufen blitzschnell los. Die Eltern feuern ihre Kinder an. Katarzyna überholt einen Läufer nach dem anderen und setzt sich gegen ihre Konkurrenz durch. Auch Elias und Gabriela rennen, so schnell sie können. Und dann - nach gefühlten drei Minuten - ist alles auch schon wieder vorbei. Katarzyna landet auf dem achten Platz, ihre Schwester holt Rang 32 und Elias wird Elfter. Dann erreicht auch die jüngste Läuferin im Alter von drei Jahren das Ziel. Jedes der Kinder bekommt nach dem Wettstreit ein kleines Geschenk. Und alle wirken zufrieden und glücklich.

Quelle: RP
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