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Handball
ME-Sport braucht eine gute Kondition

Mettmann. Die Mannschaft von Jürgen Tiedermann, der seinen Vertrag um zwei Jahre verlängerte, will sich morgen bei der HG Remscheid behaupten. Allerdings sind die personellen Möglichkeiten der Mettmanner eingeschränkt. Von Erdinc Özcan-Schulz

HG Remscheid - Mettmann-Sport. Zum letzten Spiel der Hinrunde treten die Handballer von ME-Sport am Samstag (19.30 Uhr, Halle Neuenkamp) beim bisher enttäuschenden Oberliga-Absteiger HG Remscheid an. Trotzdem ist die Begegnung für die Mannschaft von Jürgen Tiedermann eine Bewährungsprobe, die sie erst einmal überstehen muss. Denn ME-Sport tritt in Remscheid mit einem dünnen Kader an. Aron Wohlers meldete sich wegen seines Studiums ab. Dazu muss Tiedermann ab sofort auch auf Jonas Isenburg und Sören Falkenberg verzichten, die ein Auslandssemester einlegen. Da zudem Neuzugang Bastian Munkel gegen seinen ExKlub noch nicht spielberechtigt ist, sind die Wechselmöglichkeiten des erfahrenen Mettmanner Coaches ziemlich eingeschränkt.

Thomas Mandlik, der es momentan aus beruflichen Gründen kaum zum Training schafft, und der A-Jugendliche Lukas Klein sollen dem Rest der Truppe wenigstens einige Verschnaufpausen bieten. Doch eine ruhige Kugel schieben soll seine Mannschaft beileibe nicht. "Wir müssen versuchen das Tempo hochzuhalten und den kompakten Innenblock der HGR nicht zur Ruhe kommen lassen", gibt der Coach die Marschrichtung vor.

Tatsächlich hatte das Gastgeber-Team um Spielertrainer Lukas Steinhoff bisher gegen auf Tempo-Handball setzende Gegner Probleme. Denn auch die Remscheider haben aufgrund von Verletzungen nur eine enge Besetzung. Die meisten Akteure müssen ohne Pause durchspielen. Die daraus entstandene Ergebniskrise hat der selbst ernannte Aufstiegsaspirant in den vergangenen Wochen abgelegt. Das belegen die beiden letzten Siege gegen den TB Wülfrath (28:27) und den LTV Wuppertal (29:28). Paradox: Während die HGR beim TBW einen sicheren Sieg von sechs Treffern noch fast aus der Hand gab, lag sie vergangene Woche beim LTV fünf Minuten vor dem Ende fast aussichtslos hinten, holte aber trotzdem beide Punkte. Die beiden Rückraumwerfer André Niese und Joscha Saalmann sind in der Lage, Begegnungen jederzeit zu drehen oder gar zu entscheiden. Am Kreis stellt Steinhoff mit seiner großen Qualität jederzeit einen Unruheherd dar.

"Die Mannschaft ist nun gefordert und muss trotz kleiner Besetzung zeigen, was wirklich in ihr steckt", sagt Jürgen Tiedermann, der ein hartes Stück Arbeit auf seine Mannschaft zukommen sieht. Allerdings traut er seinem Team zu, diese Hürde zu bestehen. Übrigens gab der ME-Sport-Chefcoach bekannt, dass er und sein Co-Trainer Markus Flieter sowie der für die Zweitvertretung zuständige Jens Leiss sich mit den Verantwortlichen des Vereins geeinigt haben, die Zusammenarbeit um weitere zwei Spielzeiten zu verlängern. Zudem bekleidet Tiedermann weiterhin das Amt des Sportlichen Leiters. Und wünscht sich auch als Manager am Samstag am liebsten zwei Punkte.

Quelle: RP
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