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Handball
ME-Sport erwartet einen unbequemen Gegner

Mettmann. Trotz personeller Probleme wollen sich die Handballer vom Kettwiger SV nicht den Schneid abkaufen lassen. Von Erdinc Özcan-Schulz

Mettmann-Sport - Kettwiger TV. Der Sieg über den Niederbergischen HC dürfte wie Balsam auf die geschundenen Seelen der Handballer von Mettmann-Sport gewirkt haben. Ob der Verbandsligist tatsächlich wieder zur alten Stärke der Hinrunde gefunden hat, muss er heute (18.30 Uhr, Herrenhaus) unter Beweis stellen.

Auch wenn der Tabellenplatz der Kettwiger - mit 13 Punkten nur Rang zehn - es nicht erahnen lässt, ist die junge Mannschaft um die ehemaligen Wülfrather Moritz Brix und Marc Bing ein echter Prüfstein für jedes Spitzenteam. "Gegen die jungen Wilden aus Essen müssen wir vor allem die Abwehrarbeit verbessern und dürfen den Rückraum nicht zur Geltung kommen lassen", warnt Jürgen Tiedermann seine Auswahl genau vor diesen beiden Akteuren und fordert von seinem Team noch mehr Konzentration. "Die Leistung des vergangenen Wochenendes war, gerade in der ersten Halbzeit, eine Verbesserung im spielerischen Bereich", stellt der ME-Sport-Trainer fest.

Doch auch den zweiten Abschnitt der Begegnung dürfte der Coach nicht allzu schlimm gefunden haben. Nutzte er doch die Gelegenheit, um angeschlagene Leistungsträger wie Tim Wittenberg und Andre Loschinski zu schonen sowie Neuzugang Bastian Munkel in seinem ersten ernsthaften Einsatz seit November genügend Spielpraxis zu geben. Munkel zeigte sofort, welche Rolle er für die Mettmanner spielen kann. Vor allem dann, wenn in der Deckung die Abstimmung besser wird.

"Wir hoffen auf weitere Punkte im Aufstiegskampf", sagt Tiedermann, der sein Team weiterhin im Soll sieht. Auch wenn sich der Trainingsalltag für den erfahrenen Übungsleiter weiterhin problematisch gestaltet. "Leider konnten wir auch diese Woche nicht komplett trainieren", erzählt Tiedermann. Zu allem Überfluss verletzte sich nun auch noch Kamil Bily bei einem Arbeitsunfall am Fuß. "Sein Einsatz ist fast ausgeschlossen", ahnt Tiedermann nichts Gutes.

Nicht nur als Chefcoach hat Tiedermann momentan viel Arbeit, sondern auch als Sportlicher Leiter. "Die Planungen für die kommende Saison laufen auf vollen Touren", erklärt er und hofft, in der nächsten Woche ein paar Details preisgeben zu können. Eines verrät er allerdings jetzt schon: "Größtenteils bleibt die Mannschaft zusammen. Nur der eine oder andere Spieler wird uns aus Studiengründen verlassen." Aber auch diese Akteure wollen sich mit dem Aufstieg in die Oberliga verabschieden. Da wären zwei Punkte gegen so einen unberechenbaren Kontrahenten wie den Kettwiger SV schon mal ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Quelle: RP
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