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Lokalsport
ME-Sport fördert Jugend an der Platte

Mettmann. In den vergangenen Jahren brachte der Mettmanner Fusionsklub immer wieder große Talente hervor. Der Verein will wieder an die glänzenden Zeiten anknüpfen. Ein Förderer ist Urgestein Ludwig Jahn, der viele Jahre Jugendleiter war. Von Klaus Müller

Er ist in der Tischtennisszene im Kreis Mettmann eine Institution. Vor allem im Juniorenbereich hat sich Ludwig Jahn als langjähriger Jugendleiter und Trainer von Mettmann-Sport und dessen Vorgängerverein Mettmanner SC einen Namen gemacht. Noch heute ist der 78-Jährige regelmäßig beim Training in der Halle Goethestraße anzutreffen. Viele Spieler, die später als Senioren in der Landes- oder Verbandsliga für Mettmann-Sport oder andere Vereine aktiv waren, sind als junge Talente von Ludwig Jahn gefördert worden.

"Sarah Fischer, die aus unserer Jugend hervorgegangen ist, wurde später sogar Deutsche Meisterin im Doppel", verrät Mettmanns Tischtennis-Legende nicht ohne Stolz. Ein weiteres Talent, das es immerhin bis zum Regionalligaspieler gebracht hat, war Johan Nährer. "Das war damals in der Jugend des MSC ein sehr begabter Spieler, der es hätte noch höher als Regionalliga bringen können. Der hatte ein sogenanntes goldenes Händchen", schwärmt Ludwig Jahn von seinem damaligen Schützling, der für verschiedene Klubs in der Region den Schläger schwang und sich einen Namen machte.

Ganz besonders gern erinnert sich Ludwig Jahn an eines seiner vielen Jugend-Teams, die er betreute. "Damals hatten wir eine Mannschaft, da spielten unter anderem mit dem heutigen WDR-Moderator Martin von Mauschwitz, dem späteren Fußball-Verbandsliga-Torwart Sven Schwabe und dem jetzigen Leiter des Vorstandsbüros des Landrats Thomas Hendele, Martin Schlüter, junge und talentierte Spieler, die in Mettmann sehr bekannt sind."

Die letzten Tischtennisspieler, die als Jugendliche für ME-Sport für Furore sorgten, schafften im vergangenen Jahr als junge Seniorenspieler mit der zweiten Mannschaft den Aufstieg in die Landesliga. "Leider verfehlten sie knapp den Klassenerhalt und müssen jetzt wieder eine Liga tiefer antreten. Die Jungs haben aber spielerisch so viel Potenzial, dass sie den direkten Wiederaufstieg anpeilen können", erklärt der Tischtennis-Experte, der bis vor drei Jahren noch selbst an der Platte stand und für eine untere Mannschaft um Punkte kämpfte. "Tischtennis ist meine Leidenschaft, die mich einfach nicht loslässt. So bin ich auch im fortgeschrittenen Alter immer noch nah bei unseren Jugend-Teams und kümmere mich um organisatorische Dinge." Das Amt des Jugendleiters hat Jahn vor zwei Jahren in jüngere Hände übergeben. "Mit Daniel Walter und Alexander Dittmann habe ich engagierte Nachfolger gefunden, die einen guten Job machen."

Ludwig Jahn der die Aufgabe als Chef der Jugendabteilung direkt nach der Fusion übernommen hatte und damit Pionierarbeit leistete, kann sich an die Anfänge der Tischtennisabteilung bei ME-Sport noch gut erinnern. "Das nicht einfache Vorhaben, aus zuvor etablierten Vereinen wie dem TSV Metzkausen, Mettmanner TV und Mettmanner SC eine gemeinsame Tischtennis-Sparte des Großvereins ME-Sport zu formen, war nicht einfach, ist aber auf der ganzen Linie geglückt." Seit dem Start der Tischtennis-Jugend in der Saison 2004/2005 habe MESport immer eine intakte Abteilung gehabt, die einige Erfolge im Jugendbereich zu verzeichnen hatte. So gelang es unter anderem mit der ersten Mannschaft der männlichen Jugend in die Verbandsliga aufzusteigen. "Das ist die höchste Spielklasse im Westdeutschen Tischtennisverband", erläutert Jahn. Viele Titel bei Kreis- oder Bezirksmeisterschaften seien die Ergebnisse zielstrebiger Trainingsarbeit bei ME-Sport und den Vorgängervereinen. Auf diese gute Jugendarbeit führt Jahn auch die konstant hohen Mitgliederzahlen im Juniorenbereich zurück. Beim Blick in die Zukunft ist er optimistisch: "Für die kommende Spielzeit rechnen wir uns bei fast allen Jugend-Teams Aufstiegshoffnungen aus", sagt das Urgestein der Tischtennis-Abteilung von ME-Sport.

Quelle: RP
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