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Handball
ME-Sport-Frauen sehen dem Oberliga-Derby gelassen entgegen

Tb. Die Mettmanner Handballerinnen treten heute Abend beim Aufsteiger TB Wülfrath an. Erstmals steht der komplette Kader zur Verfügung. Von Erdinc Özcan-Schulz

Wülfrath - Mettmann-Sport (Frauen). Die Begegnung der beiden Nachbarn TB Wülfrath und Mettmann-Sport war früher für alle Beteiligten einer der Höhepunkte in der Saison. Nicht selten ging es dem Anschein nach bei den handelnden Personen auf dem Platz vom Einsatz her um mehr als nur zwei Punkte. Wie hitzig die Atmosphäre der beiden Vereine ablaufen kann, war in der vergangenen Spielzeit beim Herrenduell zu registrieren, als nach Ausschreitungen auf der Tribüne sogar die Polizei anrücken musste.

Dass heute (18.15 Uhr, Fliethe) in der Oberliga-Partie der Frauen wieder die Gemüter hochkochen werden - daran glaubt Sabrina Berten nicht. Die ME-Sport-Trainerin versucht vielmehr, die Bedeutung des Lokalduells etwas herunterzuspielen. "Ich muss sagen, die Mädels haben dieses Derby-Denken gar nicht mehr so krass, wie das mal war." Berten glaubt, dass zumindest ihre Truppe recht locker an die Aufgabe herangeht. "Ob Wülfrath das auch macht, weiß ich allerdings nicht", untermauert Berten mit einem Augenzwinkern ihre Gelassenheit. Dazu hat die junge Übungsleiterin auch allen Grund. Denn ihre Mannschaft feierte einen gelungenen Start und rangiert mit nur einer Niederlage lediglich acht Zähler hinter den verlustpunktfreien SV Straelen und Ligaprimus Fortuna Düsseldorf auf Platz drei.

Die gastgebende Mannschaft von Lars Faßbender steht dagegen mit 3:5 Punkten auf Rang neun. Der Aufsteiger zeigte bisher gegen jeden Gegner - auch bei der knappen 19:22-Niederlage gegen Düsseldorf -, dass er der Aufgabe in neuer Umgebung gewachsen ist. Das Wülfrather Team vergibt aber auch, vielleicht aufgrund seiner Unerfahrenheit, vom Coach fest eingeplante Punkte. So beispielsweise am vergangenen Wochenende beim TV Walsum/Aldenrade.

Im Gegensatz zu den vergangenen Oberliga-Partien erwartet Berten nun in Wülfrath eine defensivere Deckung und eine stabile Abwehr des TBW. "Da müssen wir im Angriff definitiv etwas kreativer sein und spielerisch was bieten", sagt die ME-Sport-Trainerin, die ihrem Ex-Verein eine ebenso kompakte Defensivreihe in Aussicht stellt. Schließlich agierte die Mettmanner Abwehr in allen bisherigen Begegnungen erfolgreich. "Da muss man erst einmal dran vorbei", sagt Berten mit Nachdruck. Zumindest bei der Spielertrainerin, die erstmals mit einem kompletten Kader antritt, scheint das Derbyfieber vorhanden. Vielleicht stecken sich die anderen ME-Sport-Handballerinnen ja noch an.

Quelle: RP
 
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