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Handball
ME-Sport-Handballerinnen stoppen den Negativtrend

Mettmann. Die Mannschaft von Sabrina Berten trotzt dem Oberliga-Rivalen TV Walsum-Aldenrade ein Remis ab Von Erdinc Özcan-Schulz

TV Walsum-Aldenrade - Mettmann-Sport (Frauen) 25:25(10:13). Ausgerechnet gegen die favorisierten Walsumerinnen gelang es den MESport-Handballerinnen, mit einem Remis den Abwärtstrend der vergangenen Wochen zu stoppen. Für Sabrina Berten, die in Duisburg nicht auflief, sondern sich nur aufs Coachen konzentrierte, war durchaus mehr drin. "Ein Punkt in Walsum ist natürlich super, aber vom Spielverlauf her hätten es durchaus zwei sein müssen", sagte die Spielertrainerin. Schließlich habe ihr Team fast die gesamte Zeit geführt. Doch mit etwas Pech wäre der verdiente Zähler fast auch verloren gewesen.

Lediglich einmal zeigte die Anzeigetafel der Halle an der Hamborner Straße eine 25:24-Führung für Walsum an. Das war allerdings kurz vor dem Ende - die Mettmannerinnen hätten also fast noch mit leeren Händen dagestanden. "Eine Niederlage hätten die Mädels heute wirklich nicht verdient gehabt. Dazu haben sie über die gesamte Zeit zu aufopferungsvoll gekämpft", sprach Berten von einer tollen Moral ihrer Truppe.

Den Grundstein für den Teilerfolg legten die Gäste mit der von Beginn an gut funktionierenden 5:1-Deckung. Erstmals seit Wochen gingen die Mettmannerinnen wieder aggressiv zu Werke und bauten ihre Führung nach dem 3:0 sogar bis auf 11:6 aus. Zur Pause schmolz der Vorsprung jedoch auf 13:10.

Die Defensive mit der starken Lena Wiedemann an der Spitze blieb weiterhin konstant robust. Im Angriff rieben sich Melanie Habekost, die nach den ersten Trainingseinheiten wieder aufsteigende Form zeigte, und ihre Mitspielerinnen immer mehr auf und mussten mit dem 20:20 (47.) erstmals den Ausgleich hinnehmen. Als bei der Mettmanner 24:22-Führung (54.) Walsums Trainer Manfred Wahlen seine Defensive von einer 6:0- auf eine 5:1Formation umstellte, verfielen die Gäste in alte Muster. Keine Spielerin schien sich zuzutrauen, Druck in den Nahtstellen aufzubauen. Ein 24:25-Rückstand war die Folge.

Lena Wiedemann zog in der letzten Minute alle Augen auf sich. Zunächst übernahm die 21-Jährige, die nicht gerade Gardemaß hat, im Angriff Verantwortung und glich im Rückraum aus der zweiten Reihe zum 25:25 aus. Kurz danach machte sie in der Abwehr jene Duisburger Werferin, die in den letzten zehn Sekunden freigespielt wurde, fest - und verhinderte so vielleicht den entscheidenden Wurf.

ME-Sport: Kühl - Bohe(1), Thanscheidt (2/2), Beckmann (3), Wiedemann (3), Langer-Fechner (7/2), Bork 3), Habekost (3), Heidkamp (1), Schulze (2), Fehlauer, Ellinghaus.

Quelle: RP
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