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Handball
ME-Sport peilt im Derby den nächsten Sieg an

Mettmann. Die Mettmanner wollen die Tabellenführung in der Verbandsliga verteidigen. Allerdings erwarten sie in Ratingen einen harten Kampf. Von Erdinc Özcan-Schulz

TV Ratingen - Mettmann-Sport. Mit dem Arbeitssieg über den TV Angermund hat Verbandsligist Mettmann-Sport geschafft, die erste Tabellenführung in dieser Saison zu ergattern. Natürlich wissen die Mettmanner, dass das Tabellenbild nach dem ersten Spieltag noch keine große Aussagekraft hat, doch es gilt für die Mannschaft von Jürgen Tiedermann, am Samstag (19.30 Uhr, Halle am Europaring) beim TV Ratingen die Verbandsliga-Spitze zu verteidigen oder zumindest mit einem Auswärtssieg oben dranzubleiben.

Das Lokalduell wird nach Ansicht des Mettmanner Trainers auf jeden Fall um einiges schwerer als die Auftaktpartie gegen den TV Angermund. "Ich erwarte einen Kampf auf Biegen und Brechen", schaut Tiedermann voraus. Schließlich schlugen die Ratinger am ersten Spieltag mit dem LTV Wuppertal eine Truppe, die viele Handball-Experten neben Remscheid, Lintorf und eben Mettmann zu den Titelfavoriten zählen.

Ratingens Coach Ralf Trimborn beansprucht ohnehin für seine Auswahl zum Saisonende ebenfalls einen der Aufstiegsplätze. Dafür hat der Übungsleiter seine Mannschaft auf einigen Schlüsselpositionen verstärkt. Neben den bewährten Stammkräften wie den Beckmann-Brüdern lotste er neben Jens Szonn auch Studium-Rückkehrer Moritz Metelmann wieder an den Europaring zurück. Torwart-Routinier Andreas Hopp gehört zu den besten der Liga.

"In Wuppertal haben sie letzten Sonntag vor allem läuferisch und kämpferisch überzeugt", lobte Tiedermann die Ratinger, die er in der Zoostadt extra beobachten ließ. Auch der 34:25-Sieg im HVN-Pokal beim Landesligisten Vohwinkeler STV dürfte dem TVR Auftrieb geben. Doch das alles flößt der Mannschaft um Kapitän Kamil Bily, der gegen Angermund eine starke Leistung im Tor bot, keinesfalls Angst ein. Zumal die Mettmanner trotz des hohen Sieges spielerisch noch nicht ihr Leistungsmaximum abgerufen haben. "Da ist noch Luft nach oben", urteilt Tiedermann gelassen, dem bewusst ist, dass es für sein Team in der Halle am Europaring kein Spaziergang wird.

Die ME-Sport-Handballer arbeiteten unter der Woche intensiv und konzentriert an den spielerischen Elementen. Neuzugang André Loschinski beispielsweise unterstrich vergangenen Samstag mit seinen sieben Treffern, wie er dem Team weiterhilft, doch auch bei ihm klappen die Abläufe noch nicht optimal. "Das kann man in der ersten Partie aber auch nicht verlangen. Das ist zu Saisonbeginn selten der Fall", sagt Tiedermann und zeigt sich auch in diesem Punkt nicht beunruhigt.

Überzeugt haben die Mettmanner dafür umso mehr mit ihrer Kampfkraft. Das ist für das Derby in Ratingen, über dessen Ausgang vielleicht Kleinigkeiten entscheiden, von immenser Bedeutung. Die personell aus dem Vollen schöpfenden ME-Sport-Handballer wollen diese Tugend für sich nutzen, um die Heimfahrt nach Möglichkeit mit zwei Punkten im Gepäck anzutreten.

Quelle: RP
 
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