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Handball
ME-Sport startet mit einem kleinen Kader

Mettmann. Alle drei fest eingeplanten Linkshänderinnen fallen beim Frauen-Oberligisten aus. Immerhin ist das Team topfit. Von Erdinc Özcan-Schulz

Die erste Vorbereitung unter ihrer Verantwortung hatte sich Sabrina Berten sorgloser vorgestellt. "Leider hatten wir sehr viel Pech", seufzt die Trainerin des Frauen-Teams von ME-Sport und nennt als Beispiel die rechte Seite des Handball-Oberligisten. "Hier sind wir von drei geplanten Linkshänderinnen auf null geschrumpft." Vor dem Start der Vorbereitung teilte zunächst Denise Lange-Fechner mit, dass sie eine Handballpause einlegen wolle. Direkt zu Beginn der Trainingseinheiten zog sich dann Kim Spiecker einen Kreuzbandriss zu. Und zu allem Überfluss bekam Jenny Bork nach Problemen mit ihrer Halswirbelsäule von den Ärzten die Empfehlung, mit dem Handball-Sport aufzuhören. "Auch Jana Bärz aus unserer eigenen Jugend, die wir aufbauen wollten, wird wegen einer Verletzung mindestens noch sechs Wochen fehlen", ergänzt Berten noch die Liste des Mettmanner Lazaretts.

Zum Glück hat sich der geplante Umzug von Carla Beckmann zunächst einmal zerschlagen, so dass die Rückraumwerferin weiterhin für ME-Sport auflaufen kann. Mit Alina Stockhecke, die es berufsbedingt von Steinhagen nach Mettmann zog, konnte der Oberligist zudem eine neue Rückraumspielerin an sich binden. "Alina hat sich sowohl menschlich als auch spielerisch gut bei uns integriert", freut sich Berten über den Zugang. Mit Johanna Giebisch fand zudem eine alte Bekannte nach einer kurzen Handballpause den Weg zurück zu den MESport-Handballerinnen.

Bis auf zwei, drei Ausnahmen zeigt sich Sabrina Berten auch mit den Testspielen ihrer Mannschaft zufrieden. Trotz des kleinen Kaders holten die Mettmannerinnen beim eigenen Turnier hinter dem Mittelrhein-Oberligisten Königsdorf den zweiten Platz. Nach dem 21:18-Sieg über den Verbandsligisten Eintracht Duisburg und dem 19:14-Erfolg gegen den zweiten Mittelrheinligisten Westwacht Weiden machten sich der kleine Kader und das Trainingslager, das am Vortag über die Bühne ging, dann bemerkbar: Die Partie gegen Königsdorf ging mit 13:17 verloren. "Trotzdem waren wir sehr zufrieden", bewertet Berten die Ergebnisse sehr positiv.

Aktionen wie Drachenbootfahren oder Bubble-Ball-Spiele trugen zudem zur Teambuilding bei und sorgten für gute Laune. Auch die Zusammenarbeit mit den vereinseigenen Fitness-Trainern in den vergangenen Wochen scheint sich für das Berten-Team zu lohnen. "Körperlich sind wir fitter als letztes Jahr", erklärt Berten. "Jetzt müssen wir nur vernünftig in die Saison kommen und hoffen, dass die Verletzten bald zurück sind", sagt die ME-Sport-Trainerin - und wünscht sich am Sonntag (15 Uhr) bei der SG Überruhr einen guten Start in die Saison.

Quelle: RP
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