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Handball
ME-Sport will seinen Kasten vernageln

Mettmann. Nach den ersten beiden Partien haben die Mettmanner Handballer noch eine weiße Weste - und mit der möchten sie in die Herbstferien gehen. Ein Sieg über den Aufsteiger ist deshalb morgen im Herrenhaus Pflicht. Von Erdinc Özcan-Schulz

Mettmann-Sport - Niederbergischer HC. Nach dem Verbandsliga-Derby beim TV Ratingen erwarten die Handballer von ME-Sport vor der rund dreiwöchigen Herbstferienpause das nächste Lokalduell. Nach dem Sieg bei den ambitionierten Ratingern empfangen die Mettmanner am Samstag (18.30 Uhr) mit dem Niederbergischen HC einen Liganeuling im Herrenhaus. Wer im ME-Sport-Kader jetzt meint, man könnte es gegen den vermeintlichen Underdog lockerer angehen lassen als zuletzt gegen den TVR, der dürfte den Zorn von Coach Jürgen Tiedermann auf sich ziehen. "Wir sollten gewarnt sein, denn Trainer Elmar Müller hat eine starke Einheit geformt, die hohes Tempo gehen kann", verweist Tiedermann auf die Stärken der Niederbergischen.

Tatsächlich kommt die Spielgemeinschaft der beiden Vereine Langenberger SG und Nevigeser TV, die 2011/12 in der Bezirksliga startete, mit breiter Brust ins Neanderland. Denn die Niederbergischen bewiesen mit dem 29:28-Sieg beim TB Wülfrath, dass sie nicht in die Verbandsliga gekommen sind, um die Rolle des Punktelieferanten zu übernehmen. Mit Linkshänder Dario Tantillo vom Ligarivalen Cronenberger TG und Kreisläufer Pascal Cordes vom Oberligisten Bergischer HC II haben sie sich schließlich punktuell und gut verstärkt.

Lediglich in der Vorbereitung hatten die Nevigeser einige Hindernisse zu überwinden. Durch die Sperrung der Heimhalle am Waldschlösschen, die mit Flüchtlingen belegt wurde, müssen die Blau-Gelben seit mehreren Wochen enorm improvisieren. Daher wurde auch ihr erstes Heimspiel vom letzten Wochenende auf den 3. Oktober nach Velbert verlegt. "Trotzdem werden wir alles geben und versuchen unsere Bestleistung auf die Platte zu bringen", gibt sich Müller zuversichtlich. Und genau deshalb mahnt Tiedermann seine Truppe weiter zu Konzentration.

"Wir müssen unsere starke Abwehrleistung gegen den TVR, vor allem in der zweiten Hälfte, unbedingt wiederholen", fordert der MESport-Trainer. Aus der kompakten Defensive heraus sollen Tim Wittenberg und seine Nebenleute zu einfachen Gegenstoßtoren kommen. Ob Wittenberg, der gegen Ratingen nach einem Foul in der fünften Minute trotz einer Gehirnerschütterung ebenso auf die Zähne biss wie André Loschinski, antreten kann, entscheidet sich erst kurzfristig. Der 1,97 Meter-Hüne will unbedingt auflaufen, spielte er im letzten Jahr doch bei einer Wohltätigkeitsaktion mit den Nevigesern gegen den Bundesligisten BHC.

"Wir haben einige angeschlagene Spieler, hoffen aber, mit unserem kompletten Kader antreten zu können", versprüht auch Tiedermann Zuversicht. Schließlich will er sich mit zwei Punkten vor der Meisterschaftspause weiter oben in der Spitzengruppe festsetzen.

Quelle: RP
 
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