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Lokalsport
Mettmanns Hockey-Herren brauchen einen Neubeginn

Mettmann. Das zweimal abgestiegene Oberliga-Team sucht festen Boden und einen Nachfolger für Trainer Jörg Müller. Von Klaus Müller

Mit einer 1:7-Niederlage gegen den HC Essen beendete der Mettmanner THC (MTHC) die Saison - und es war für den Absteiger zugleich die vorerst letzte Partie in der Feldhockey-Oberliga. Der Abschluss war typisch für eine verkorkste Spielzeit der überforderten Mannschaft von Trainer Jörg Müller. Der Abwärtstrend hatte sich bereits in der Halle angedeutet, denn auch dort stieg das Team aus der Oberliga ab. Für den Verein ist das ein großer Rückschlag, weil Hockey bisher das Aushängeschild war.

Während die Tennisabteilung Breitensport betreibt, setzt die Hockeysparte auf Leistungssport - und sie hat dort eine Tradition. In der Vergangenheit schafften es mehrere Spieler, die aus dem damaligen THC Mettmann hervorgingen, in die Bundesliga und in die Nationalmannschaft. Torwart Wolfgang Rott wurde sogar Olympiasieger. Der MTHC hat momentan nicht nur den Abstieg des Hockey-Teams zu verkraften. Vielmehr sieht es danach aus, dass auf der morgen anstehenden Mitgliederversammlung des Gesamtvereins der Erste Vorsitzende Ralf Noll und der Schatzmeister Dirk Neuhaus zurücktreten.

"Es wird die Aufgabe der Verantwortlichen um Hockey-Abteilungsleiter Wolfgang Weiß sein, das Herren-Team in der 1. Verbandsliga neu zu sammeln und einen Neustart mit Erfolgserlebnissen zu beginnen", sagt Pressesprecher Oliver Bormann. Es stellt sich aber zunächst die Frage, wie es überhaupt zu den beiden Abstiegen direkt hintereinander kommen konnte. Ein Grund ist sicher in der radikalen Verjüngung zu sehen. Grundsätzlich ist es richtig, talentierten Spielern den direkten Weg in die erste Mannschaft zu ebnen. Weiß verwies vor dem Saisonbeginn mit Recht darauf, dass die A-Jugend in der höchsten deutschen Klasse gespielt habe.

Trotzdem fehlte der gesunde Mix aus erfahrenen und jungen Leuten, zumal in Fabian Schumann (vorher SW Köln) nur ein neuer Spieler gekommen war. Es täte dem MTHC gut, mal erfahrene Kräfte von außen zu holen, die frische Impulse bringen und die Talente führen. Das planen die Verantwortlichen jedoch nicht. "Wir werden weiter mit dem bisherigen Kader arbeiten. Nur Anael Thill beendet aus privaten Gründen seine Karriere", erklärt Weiß, "ich bin davon überzeugt, dass die jungen Spieler in der Verbandsliga ihre Leistung abrufen und Siege einfahren." Der Abteilungs-Chef macht klar, dass der direkte Wiederaufstieg derzeit kein Thema sei: "Wir sehen die 1. Verbandsliga eher als Lernfeld für unsere Nachwuchsspieler."

Nach der Sommerpause wird an der Seitenlinie ein neuer Trainer stehen. "Jörg Müller hat ein gutes Angebot vom Damen-Bundesligisten ETUF Essen erhalten. Diese Chance musste er nutzen", betont Weiß, "die Nachfolge steht noch nicht fest."

Quelle: RP
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