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Handball
Mettmanns Trainer sucht Linkshänder

Mettmann. Jürgen Tiedermann hält in diesen Wochen Augen und Ohren offen, denn der Kader des Oberliga-Aufsteigers ME-Sport ist noch nicht komplett. Zumal die Handball-Mannschaft durch Verletzungen dezimiert ist. Von Birgit Sicker

Die Euphorie nach dem hart erkämpften Aufstieg in die Oberliga hat sich bei den ME-Sport-Handballern etwas gelegt. Im Juli stieg der Verbandsliga-Meister in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit ein - und die ist angesichts der neuen Herausforderung, die auf die Mannschaft von Jürgen Tiedermann wartet, kein Zuckerschlecken. Das bekamen die Mettmanner vor zwei Wochen im Testspiel gegen die HSG Krefeld zu spüren. Der Drittligist war für den Oberliga-Neuling definitiv eine Nummer zu groß. Am Ende stand eine 21:38 (8:19)-Niederlage zu Buche.

Auch beim Turnier des Leichlinger TV hatten die Mettmanner am Wochenende nur wenig zu bestellen. Für Jürgen Tiedermann hatte der Ausflug zum Pirates-Cup aber auch etwas Positives. "Nach einer anstrengenden Trainingswoche konnten wir endlich mal wieder mit dem Ball arbeiten", stellte der MESport-Coach fest. Und er schob nach: "Wir konnten zwar kein Spiel gewinnen, schlugen uns gegen höherklassige Mannschaften aber recht achtbar."

Das frühe Ausscheiden schon in der Gruppenphase war auch der angespannten personellen Lage geschuldet. Marc Hellbeck und Christian Kruse fielen verletzt aus, Vincent Widera weilte noch in Urlaub. Dazu fehlten in zwei Begegnungen die Schichtarbeiter Andre Loschinski, Bastian Munkel und Thomas Mandlik. Entsprechend unter Druck stand der Mini-Kader in den drei Gruppenspielen, die jeweils über zweimal 20 Minuten gingen. Umso beachtlicher waren die Ergebnisse. Dem Regionalligisten Bergische Panther unterlagen die Mettmanner nur mit 22:25. Gegen den Drittligisten Leichlinger TV gab es eine 23:26-Niederlage. Nicht minder knapp war die Partie gegen den Regionalligisten Pulheimer SC (20:22). Damit schlossen die punktlosen Mettmanner als Tabellenletzter die Gruppenphase ab. Auch im Spiel um Platz sieben wollte kein Erfolgserlebnis gelingen. Am Ende hatte Regionalligist TuS Ferndorf mit 16:14 die Nase vorn.

In dieser Woche steht für die Mettmanner Handballer erneut ein hartes Programm an. "Wir werden neben den konditionellen Einheiten auch weiterhin am Feinschliff arbeiten", kündigte Jürgen Tiedermann an. Und hofft auf eine Steigerung seiner Mannschaft in den nächsten Testspielen gegen den Regionalligisten OSC Rheinhausen (Samstag) und den Verbandsligisten Unitas Haan II (Sonntag). Nach der Verletzung von Marc Hellbeck und dem studienbedingten Abschied von Sven Ehlhardt sucht der Coach in diesen Tagen zudem ganz dringend noch einen Linkshänder.

Quelle: RP
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