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Leichtathletik
Minis machen das Sportabzeichen

Leichtathletik: Minis machen das Sportabzeichen
Volle Konzentration: Das Weitwerfen des Balles haben die meisten der kleinen Talente bereits im Kindergarten fleißig geübt. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Neun Kitas mit rund 200 Kindern bevölkerten gestern die Anlage am Bandsbusch. Werfen, Fangen, Laufen - die kleinen Sportler absolvierten fünf verschiedene Stationen. Gewinner waren alle - und der Spaßfaktor entsprechend hoch. Von Birgit Sicker

Gestern stand der Tag auf der Anlage am Bandsbusch ganz im Zeichen der Kita-Kinder. Ursprünglich meldeten zehn Kindergärten für den Wettstreit, der das olympische Motto in den Mittelpunkt stellt: Dabei sein ist einfach alles. Rund 200 Kinder füllten die Devise mit Leben, freuten sich schon Tage vorher auf den Ausflug - und die erste Betätigung auf einem derart großen Sportplatz. "Viele waren das erste Mal auf einer Laufbahn", sagt Claudia Ledzbor. Die Leiterin des Hildener Sportbüros schaut dem bunten Treiben lächelnd zu und erläutert: "Wir wollen das Mini-Sportabzeichen an das echte Sportabzeichen angliedern, die Kinder dorthin führen und ihnen den Spaß an der Bewegung vermitteln." Weil die Verantwortlichen längst den Wert sportlicher Betätigung erkannt haben, führt die Stadt Hilden den großen Mini-Sportabzeichen-Tag, den einst der Kreissportbund Mettmann initiierte, jährlich durch. "Wir wollen, dass jedes Kita-Kind dieses Erlebnis hat", betont Ledzbor. In den Nachbarstädten läuft die Aktion nur alle vier Jahre - dann organisiert sie der KSB, der aber auch die Veranstaltung in Hilden mit Urkunden und Material unterstützt. Die Medaille stiftet auch in diesem Fall die Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert.

Am Koordinationsparcours ist derweil die Schlange groß. Bunte Seile bilden zwei große Kreise, durch die es mit einem Tennisball in der Hand zu laufen gilt. Dann folgen drei Mini-Hürden, über die gerade Frieda konzentriert springt. Fünf bunte kleine Kreise sind danach aneinandergereiht. Laufend werden sie überwunden - wer motorisch besonders geschickt ist, setzt einen Fuß in den ersten Kreis, den zweiten in den nächsten und so weiter. Doch wirklich wichtig ist das nicht. Am Ende der Kette folgen noch zwei Mini-Hürden. Eine schafft Frieda nicht ganz und fällt hin. Nur kurz reibt sie sich aber das Knie, dann geht es schon wieder weiter. Den Tennisball wirft sie in einen großen grünen Eimer, ehe sie im Sauseschritt noch einen Slalomlauf durch eine Reihe kleiner Hütchen hinlegt.

"Geschafft" notiert Sophie Reinhardt auf einem großen Blatt, das alle Disziplinen auflistet. Sie ist als Sporthelferin im Einsatz, darf deshalb heute dem Unterricht am Helmholtz-Gymnasium fernbleiben. "Letztes Jahr habe ich extra eine Ausbildung gemacht", berichtet sie. Ihre Aufgabe genießt sie sichtlich. Auch Nicole Chrost hat ihren Spaß. "In der Kita haben wir schon ein bisschen geübt", betont die Erzieherin des St. Christopherus-Kindergartens und ergänzt: "Die Kinder freuen sich immer darauf und können sich heute richtig austoben."

Klaus Franck begrüßt derweil eine Gruppe der Kindertagesstätte Sonnenschein auf der Laufbahn. "Wir sind heute mit 30 Kindern dabei", sagt Petra Prangenberg. Für die Kita-Leiterin ist das nicht ungewöhnlich. "Ganz viel Bewegung ist bei uns Konzept. Wir haben am Kalstert einen Sport- und einen Bolzplatz, gehen mit den Kindern auch viel in den Wald", erklärt sie. In der Zwischenzeit sortiert Klaus Franck die kleinen Talente. "Jeder hat eine Bahn, und ihr braucht nicht hinzuknien, sondern lauft aus dem Stand los", erläutert der erfahrene Ehrenamtler, als etliche Kinder einen imaginären Startblock nutzen wollen. Auf die Plätze, fertig, los - die Meute jagt, so schnell es geht in das nicht allzu weit entfernte Ziel.

Danach kommt das große Finale für die Kinder der Kita Sonnenschein. Es gilt eine ganze Stadionrunde zu absolvieren. Das Tempo dabei ist egal, aber Bedingung ist: Die Erzieherinnen machen mit. Für Petra Prangenberg ist das Ehrensache - schließlich weiß die Leiterin des Kindergartens, wie wichtig Bewegung ist. Und dann ist da ja auch noch der Vorbildcharakter.

Der große Sport-Tag auf der Anlage am Bandsbusch neigt sich für die Vorschulkinder damit dem Ende zu. Auch der Einsatz von Philipp Rogall ist bald vorbei. Was dem Sporthelfer den meisten Spaß gemacht hat? "Als wir mit den Kindern auf die Matte gesprungen oder geklettert sind", sagt der Zehntklässler.

Quelle: RP
 
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