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Lokalsport
MTHC erlebt ein Hockey-Desaster

Mettmann. Der Verbandsligist gerät beim Tabellenletzten mit 1:12 unter die Räder. Auch die Frauen verlieren. Von Klaus Müller

TV Jahn Hiesfeld - Mettmanner THC 12:1 (6:0). Was ist mit dem Mettmanner Hockey-Verbandsligisten los? Nachdem der MTHC eine Woche zuvor den MSV Duisburg mit 12:2 geschlagen hatte, gab es ausgerechnet beim Tabellenletzten eine böse 1:12-Klatsche. Sicherlich kann eine Mannschaft verlieren - beim Schlusslicht, das bis dato ein einzige Partie in der Saison gewonnen hatte, sich eine derartige Abfuhr einzuholen, ist nicht nachvollziehbar und müsste seitens des Vorstandes kritisch analysiert werden. Schließlich ist die erste Mannschaft das Aushängeschild des Vereins und die 1. Verbandsliga keine Gurkenliga. Da sollten sich die Spieler einmal hinterfragen, ob sie ihren Sport mit der notwendigen Ernsthaftigkeit betreiben.

"So eine schwache Vorstellung habe ich von meiner Mannschaft überhaupt noch nicht gesehen. Das ist einfach eine Katastrophe", brachte es Teammanager Hans-B. Adams zurecht auf den Punkt. Auch Teamsprecher Andreas Konrad sprach von einem Desaster. "Wir haben den schwärzesten Tag in dieser Spielzeit erwischt", fügte Konrad hinzu. Trainer Florian Fey konnte ebenfalls den blamablen Auftritt seines Teams nicht nachvollziehen. "Fehlende Laufbereitschaft, viele Fehlpässe und individuelle Patzer prägten unser Spiel", fasste er die Begegnung zusammen. Den einzigen MTHC-Treffer erzielte Max Blome kurz nach dem Seitenwechsel. "Mit einem Sieg hätten wir die Chance auf den zweiten Tabellenplatz gehabt. Die Vizemeisterschaft können wir jetzt einen Spieltag vor Saisonschluss abschreiben", sage der völlig enttäuschte Hans-B. Adams. Der Verfechter des leistungsorientierten Hockeyspiels merkte an, dass ihm die Entwicklung in der Hockeyabteilung einige Sorge bereite.

MTHC: Arnold - Müller, Klammer, Blome (1), Haber, Bartmann, Goetzke, Clausen, Gutt, Böhm, Walter, Schumann, Fey, Neumann, Bley, Schmidt.

RTHC Leverkusen II - Mettmanner THC 5:0 (3:0) (Frauen). Auch die zuletzt überzeugenden MTHC-Frauen, die mit einem schmalen Kader anreisen mussten, hatten bei ihrem Auftritt in Leverkusen eine Menge Probleme. Die Mettmannerinnen konnten sich bei ihrer stark haltenden Torhüterin Sonja Ritter bedanken, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. Vor allem das Abwehrverhalten des 1. Verbandsliga-Teams von Coach Simon Trapp wies deutliche Schwächen auf. Die Abwehrfehler wurden von den Leverkusenerinnen eiskalt zu Toren genutzt.

MTHC: Ritter - Perino, Meier, Froese, Stüben, Schnelting, Kleineberg, Staab, Block, Wölke, Sprothen, Döhler.

Quelle: RP
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