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Leichtathletik
Neandertallauf startet bald

Erkrath. Die 27. Auflage steigt am 20. März. Diesmal stehen nicht nur die Läufer, sondern auch die Organisatoren vor einer großen Herausforderung. Von Birgit Sicker

Für Wolfgang Soldin ist die Einstimmung auf den Neandertallauf eine liebgewordene Tradition. Denn der Erkrather Filialleiter weiß, dass auch in diesem Jahr wieder etliche Mitarbeiter der Kreissparkasse Düsseldorf den Laufwettstreit engagiert angehen. Und das nicht nur, weil die Bank bereits seit vielen Jahren einer der Hauptsponsoren ist. Vielmehr reizt der Lauf durch die idyllische Landschaft, die zugleich aufgrund des hügeligen Streckenprofils ihre Tücken hat. Doch das ficht die Athleten nicht an.

Mit Hürden ganz anderer Art müssen bei der 27. Auflage die Organisatoren des Neandertallaufs kämpfen. Grund ist der Flüchtlingsstrom, der in den vergangenen Jahren vielen Vereinen zu schaffen machte. Weil in Erkrath das Bürgerhaus seit dem vergangenen Jahr als Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge dient, fehlt den Sportlern nun die zentrale Anlaufstelle für Nachmeldungen und die Siegerehrung, aber auch für die stark frequentierte Kuchentheke, die dringend benötigte Gelder für die Ausrichtung des Neandertallaufs bringt. Hier konnten Läufer und Besucher zudem die Toiletten nutzen.

"Sie haben schon so viel gemeinsam geschafft, da können Sie in diesem Jahr die neuen Herausforderungen eher sportlich nehmen", macht Wolfgang Soldin Mut. Und unterstreicht damit die Kreativität des Organisationsteams, das in diesem Jahr aus Vertretern des TSV Hochdahl, des TuS Erkrath und des Lauftreff Alt-Erkrath besteht. Nicht mehr im Boot sitzt der ASV Lauftreff Kemperdick, denn der hat sich inzwischen aufgelöst. Rainer Nowak und Ulrich Scharrenberg, die damit vereinslos sind, helfen aber trotzdem wieder nach Kräften mit, erneut eine attraktive Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Das wichtigste Problem ist inzwischen gelöst, denn die Nachmeldungen gehen im Gesundheitszentrum des TSV Hochdahl über die Bühne. Und auf dem angrenzenden Schotterparkplatz gibt es einen Toilettenwagen. "Das Anmieten eines großen Festzeltes war zu teuer, deshalb organisieren wir für Siegerehrung und Bewirtung privat kleinere Zelte", berichtet Ulrike Fritz vom TSV Hochdahl. Sie hält auch in diesem Jahr wieder die organisatorischen Fäden in der Hand.

Bei allen Unwägbarkeiten, die die 27. Auflage des Neandertallaufs birgt, richtet Fritz ihren Dank an die Sponsoren Kreissparkasse Düsseldorf und Stadtwerke Erkrath, die ein verlässlicher Partner bleiben. Nicht minder wichtig sind jedoch die rund 150 Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen sollen. Im vergangenen Jahr starteten immerhin 1600 große und kleine Sportler auf die Runde. Mit einem neuen Rekordergebnis rechnet Ulrike Fritz aber nicht. Denn diesmal kollidiert das große Laufereignis, das am 20. März steigt, mit dem Beginn der Osterferien. Aber vielleicht finden ja plötzlich ganz andere Läufer den Weg zum Neandertal. Meldeschluss ist übrigens am Mittwoch, den 16. März 2016.

www.neandertallauf.com

Quelle: RP
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