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Leichtathletik
Profis machen den Bachlauf perfekt

Mettmann. Nikki Johnstone siegt auf der Zehn-Kilometer-Strecke vor Jan Fitschen aus Mettmann. Den Rekord bricht er aber nicht. Von Klaus Müller

Es ist beim Bachlauf die Königsdisziplin. Am Lauf über die Zehnkilometer-Strecke, die auch für den Neanderland-Cup gewertet wird, nehmen neben sogenannten Hobbyläufern auch Athleten aus den Leichtathletik-Klubs der Region teil. Daher warteten die vielen Zuschauer gebannt darauf, ob diesmal der Streckenrekord von 33.30 Minuten unterboten würde. Zumal mit dem früheren Europameister über die 10.000-Meter-Distanz, Jan Fitschen, ein ehemaliger Leichtathletik-Profi am Start war. Trotz langer Verletzungspause ging er als Favorit an den Start. Mit dem Schotten Nikki Johnstone, der nur vorübergehend in Deutschland weilt und für den ART Düsseldorf startet, hatte er aber einen ernsthaften Konkurrenten. Der befindet sich derzeit in glänzender Form und unterstrich dies auch bei dem Mettmanner Lauf-Meeting.

Zur Hälfte der mit vielen Steigungen sehr anspruchsvollen Strecke führte Johnstone mit rund 150 Metern Vorsprung vor seinem Rivalen Jan Fitschen. Da hatten die beiden sich vom Hauptfeld abgesetzt und die nicht leicht zu nehmenden Steigungen bis ins idyllische Obschwarzbach hinauf überwunden. Die Bewohner der kleinen Honschaft, zwischen Mettmann und Wülfrath gelegen, feuerten das Spitzenduo und seine Verfolger lautstark an.

Das Führungs-Duo und das Hauptfeld begaben sich nach dem Ortsausgang Obschwarzbach wieder zurück in Richtung Stadion am Heinrich-Heine-Gymnasium. Jan Fitschen konnte den Abstand zum führenden Nikki Johnstone nicht wesentlich verkürzen, so dass der Schotte mit großem Vorsprung in 00.36.16 Stunden die Ziellinie überschritt. Klar vor dem Drittplatzierten Vladislav Heints, ebenfalls ART Düsseldorf (00:38:17 Stunden), kam Jan Fitschen, der für das Team Mühlenteich Mettmann startet, in 00:37:29 Stunden als Zweiter ins Ziel. Mit unterschiedlich großen Abständen trudelten die weiteren Läufer ein. Unter anderem war auch ein Team "Danke Mettmann" dabei. Hier handelte es sich um eine Mannschaft, bestehend aus in Mettmann lebenden Flüchtlingen. Muhammed Alkamwi konnte sich dabei in einem großen Starterfeld in (00:47:31 Stunden) im guten mittleren Bereich platzieren und war damit Teambester.

"Das hat hier riesig Spaß gemacht", sagte der strahlende Sieger Nikki Johnstone. "Der Bachlauf ist eine glänzend organisierte Veranstaltung. Ich kann das beurteilen, denn es war für mich der fünfte Lauf an diesem Wochenende." Jan Fitschen war überhaupt nicht enttäuscht, dass er trotz seiner Favoritenrolle nicht gewinnen konnte. "Ich bin schon froh, dass es nach langer Verletzungspause überhaupt so gut geklappt hat. Es war eine landschaftlich schöne und anspruchsvolle Strecke. Für mich war es einfach eine tolle Sache, in meiner neuen Heimatstadt Mettmann, in der ich seit zwei Jahren wohne und mich sehr wohlfühle, an den Start zu gehen."

Wie für die Beiden vor ihm Liegenden war es auch für Vladislav Heints der erste Start beim Bachlauf. "Ich hatte im Vorfeld schon einiges über diese tolle Veranstaltung gehört und bin froh, dass ich an den Start gegangen bin. Mir liegen eigentlich die flachen Strecken besser, doch dieser abwechslungsreiche Lauf über Höhen und Täler hatte schon seinen besonderen Reiz. Wenn es irgendwie terminlich passt, bin ich im nächsten Jahr wieder dabei."

Quelle: RP
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