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Lokalsport
Rhenania: Treffen alter Freunde

Hochdahl. Zur Jubiläumsfeier des SC Rhenania Hochdahl kommen die Fußballer aus ganz Deutschland. Der Verein freut sich zudem über die Auszeichnung für die Integration von Flüchtlingen im Klub.

Der SC Rhenania Hochdahl hatte am vergangenen Wochenende zur Saisoneröffnung auf die Sportanlage an der Grünstraße eingeladen. "90 Jahre - Freude am Fußball" hieß das Motto des Sommerfestes. Zum Auftakt am Freitagabend trafen sich vor allen Dingen zahlreiche ehemalige Fußballer des SCR. Darunter die beiden Trainer der in den 1980er Jahren in der Landesliga spielenden ersten Mannschaft, Kalla Döller und Peter Appler. Vor wenigen Jahren verstorben ist der Coach, der die Rhenania seinerzeit in 1980 in die Landesliga führte: Dieter "Pico" Becker. Eine ganze Reihe von Kickern dieser sportlich sehr erfolgreichen Ära, wie die Brüder Blossey (Manfred, Erhard und Wolfgang), Erwin Wortmann, Heinz Bruns, Udo Faulstich, Toni de Meo und Jürgen Schwuchow, zählten ebenfalls zu den Gästen.

Im Mittelpunkt stand anfangs der Vergleich zwischen den Traditionsmannschaften der Rhenania und von Cosmos Hochdahl. Den Anstoß führt Werner Skotarczak (71) durch, der 1974 zum Bezirksliga-Aufstiegsteam zählte. Die Oldies trennten sich schiedlich, friedlich 1:1. Jörg Masa brachte die Rhenania in alter Torjägermanier in Führung, Ingo Blazejewski glich für die "Cosmonauten" aus. Für die war auch das Rhenania-Vorstandsduo, Peter Knitsch und Volker Hofmann, am Ball. Genauso wie Erkraths "grüner" Bürgermeisterkandidat Reinhard Knitsch.

Nach dem Wettkampf ging es erst einmal Richtung Getränkestand. Auf dem Weg dort hin verriet Rhenanias 2. Vorsitzender Hofmann: "Das ist schon toll, was alte Fußball-Freundschaften heute noch zählen. Wir haben ehemalige Cosmos-Spieler dabei, die extra aus Dresden, Hamburg und Osnabrück angereist sind."

1. Vorsitzender Peter Knitsch ließ in seiner Ansprache noch einmal kurz die Geschichte des Traditionsvereins Revue passieren, blickte zudem auf die aktuelle Situation. Die stellt sich mit - unter anderem - 17 Jungen- und fünf Mädchenmannschaften ausgesprochen positiv dar. "Da sind wir für die Zukunft sehr gut aufgestellt."

Mit dem Flüchtlingsthema geht der Verein schon seit einiger Zeit offensiv um. "Als Fußballklub haben wir natürlich eine soziale Aufgabe. Dazu zählt auch die Integration unserer ausländischen Mitbürger", erklärte Knitsch. Speziell für die Einbeziehung der in Hochdahl lebenden Flüchtlinge erhielt der SCR jetzt im Rahmen der vom DFB (Deutscher Fußballbund) ins Leben gerufenen Aktion "1:0 für ein Willkommen" eine besondere Auszeichnung. Bernd Biermann, Vorsitzender des Fußballkreises Düsseldorf, überreichte stellvertretend einen Scheck in Höhe von 500 Euro. Den an diesem Wochenende im Bürgerhaus einquartierten Flüchtlingen stellte der Verein am Sonntag spontan 20 Fußbälle zur Verfügung, wie Knitsch gestern berichtete.

(ER)
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