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Handball
Spitzenduell: Eine Serie reißt

Tb. Der Oberliga-Vierte TB Wülfrath will in der Fliethe-Halle den Hinrundensieg über den Tabellenzweiten TuS Treudeutsch Lank wiederholen. Von Birgit Sicker

Wülfrath - TuS Treudeutsch Lank (Frauen). Als die TBW-Handballerinnen zum Saisonstart einen deutlichen 38:31-Sieg in Lank holte, galt das als handfeste Überraschung. Denn das Treudeutsch-Team zählt zu den etablierten Mannschaften in der Oberliga, gab Rang fünf als Saisonziel aus, während sich Aufsteiger TBW erst an die neue Umgebung gewöhnen wollte. Das Debüt jedenfalls gelang, doch im Rückblick analysiert Lars Faßbender den tollen Auftakt ganz nüchtern: "Das war auch dem ersten Spieltag geschuldet. Da wusste noch keiner, wo er steht, und wir waren für Lank ein unbekannter Gegner." Jetzt rechnet der Wülfrather Trainer mit einer hart umkämpften Begegnung. "Wir sind sicher nicht in der krassen Außenseiterrolle - Lank wird uns bestimmt nicht mehr unterschätzen", sagt er.

Die Zuschauer können sich heute (17.30 Uhr) jedenfalls auf ein Spitzenduell freuen. Immerhin empfängt der Oberliga-Vierte den Tabellenzweiten in der Fliethe-Halle. Und eines ist ganz sicher: Eine Erfolgsserie wird reißen. Die Wülfratherinnen sind seit acht Partien ungeschlagen, fuhren in den vergangenen Wochen sieben Siege und ein Remis ein. Noch besser sieht die Bilanz des TuS Lank aus. Die Mannschaft von Michael Cisik ging zwölf Mal in Folge als Gewinner vom Feld. "Das ist ein absolutes Topspiel", unterstreicht Faßbender die Ausgangslage.

Zugleich hebt der TBW-Coach die Stärken der Gäste hervor, zu denen er den agilen, wurfgewaltigen und erfahrenen Rückraum ebenso zählt wie die schnellen Vorstöße über die erste und zweite Welle. "Die Tempogenstöße sollten wir unterbinden, denn im gebundenen Spiel tun sie sich sehr schwer", erklärt Faßbender. Und fordert: "Wir müssen unsere Abwehrstärke auf die Waagschale legen und vorne unsere Chancen optimal nutzen." Dabei hofft der Trainer erneut auf die lautstarke Unterstützung der eigenen Fans. "Die Mädels haben sich das einfach verdient, denn sie spielen attraktiven und erfolgreichen Handball", betont er.

Personell kann Faßbender wieder aus dem Vollen schöpfen. Auch Petra Skafar, die unter der Woche wegen Rückenproblemen in Behandlung war, steht zur Verfügung. Überhaupt gilt die gut besetzte Bank als ein wesentlicher Trumpf des Oberliga-Neulings. "Unser Ziel war es, die Mannschaft in der Breite und Spitze flexibel aufzustellen, damit wir auch Ausfälle adäquat kompensieren können", erläutert der TBW-Trainer und fügt hinzu: "Anfangs hat das noch nicht so gut funktioniert, aber jetzt zahlt die Mannschaft das zurück."

Die Lankerinnen sind jedenfalls gewarnt. "Das wird ein Spiel auf Augenhöhe", sagt Michael Cisik. Zumal der TuS-Coach auf einige Spielerinnen wegen Krankheit und Verletzung verzichten muss. Die Stimmung in seiner Mannschaft ist dennoch gut, da der Tabellenzweite vergangenen Sonntag die Hürde HSG Radevormwald/Herbeck dank einer starken Teamleistung locker nahm und den Neunten mit 33:20 abfertigte. Jetzt schielt der TuS sogar nach ganz oben. Die nächsten beiden Begegnungen sind richtungsweisend, denn nach dem Duell in Wülfrath trifft Lank auf den direkten Verfolger Fortuna Düsseldorf.

Quelle: RP
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